Was geht beim D-Ticket?

Warum 6.120 Azubis im Main-Kinzig-Kreis für 31,50 Euro "Öffis fahren" könnten

Wenn es nach dem Willen der Gewerkschaft NGG Rhein- Main geht, dann soll das Deutschland-Ticket für Azubis künftig nur noch die Hälfte kosten – nämlich 31,50 Euro. - Foto: NGG/Nils Hillebrand


Mittwoch, 07.01.2026

MAIN-KINZIG-KREIS / HESSEN - Damit Busse und Bahnen bei Azubis nicht zu stark aufs Portemonnaie drücken: Die rund 6.120 Auszubildenden im Main-Kinzig-Kreis sollen das Deutschland-Ticket deutlich günstiger bekommen – möglichst sogar für die Hälfte.

Für Azubis würde das bedeuten: Für 31,50 Euro pro Monat mit den „Öffis“ fahren. Dafür macht sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt mit einem Appell an die Hessische Landesregierung stark.

Appell an die Hessische Landesregierung


Die NGG Rhein-Main fordert: „Das Land Hessen soll Azubis mit einem ‚D-Ticket light‘ unterstützen. Und zwar bei ihren täglichen Fahrten zum Ausbildungsplatz und zur Berufsschule. Aber auch in der Freizeit“, sagt NGG-Geschäftsführer Hendrik Hallier. Denn 63 Euro, die das Deutschland-Ticket nun kostet, seien für Azubis „eine ordentliche Stange Geld“.

Ziel der NGG Rhein-Main ist es, Auszubildende mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Main-Kinzig-Kreis und der Region „möglichst mobil zu machen – und das ohne zu großen Druck auf den Geldbeutel“, so Hallier. Deshalb solle die Hessische Landesregierung dem Vorbild Niedersachsens folgen: „In Niedersachsen haben Auszubildende die Chance, ihr D-Ticket für die Hälfte zu bekommen. Vorausgesetzt, auch die Arbeitgeber ziehen mit“, sagt Hendrik Hallier.

"Echter Mobil-Deal" für Azubis


So übernehme in Niedersachsen das Land 20 Prozent der Kosten vom Deutschland-Ticket – und damit 12,60 Euro pro Monat. „Wenn der Arbeitgeber sich mit einem Viertel – also nicht einmal 16 Euro – am Ticket-Preis beteiligt, erhöht das Land Niedersachsen seinen Anteil ebenfalls auf 25 Prozent. Damit kostet das Deutschland-Ticket für die Azubis und auch für junge Menschen, die einen Freiwilligendienst machen, nur noch die Hälfte vom regulären Preis – nämlich 31,50 Euro“, rechnet Hendrik Hallier vor. Der Gewerkschafter spricht von einem „echten Mobil-Deal“ für Azubis.

Die NGG Rhein-Main appelliert an die Landesregierung in Wiesbaden, den „Ticket-Rabatt“ so wie in Niedersachsen „eins zu eins auch in Hessen umzusetzen“. Neben den heimischen Landtagsabgeordneten sollen sich auch die Arbeitgeber aus dem Main-Kinzig-Kreis jetzt dafür einsetzen, dass es in Hessen „möglichst rasch ein D-Ticket zum halben Preis für Auszubildende gibt“, so Hendrik Hallier. (red)

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