Gießen: Nach Brandstiftung vor Synagoge - Behörden mit großer Geste
Donnerstag, 15.01.2026
von Redaktion Kinzig News
GIEßEN - Nach einem versuchten Brandanschlag auf die Gießener Synagoge am vergangenen Dienstagabend trafen sich Polizeipräsident Torsten Krückemeier, Kriminaldirektorin Carina Lerch, Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher und der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Dow Aviv, um Solidarität zu zeigen und Informationen auszutauschen.
Krückemeier betonte die enge Verbindung zur jüdischen Gemeinde und die Bedeutung der Religionsfreiheit. Er lobte das schnelle Eingreifen der Polizei und Feuerwehr sowie die Zivilcourage zweier Zeugen, die zur Festnahme des Tatverdächtigen führte.
Stadtgesellschaft zeigt Solidarität
Oberbürgermeister Becher versicherte der jüdischen Gemeinde die Unterstützung der Stadtgesellschaft und hob die Bedeutung von Zivilcourage hervor. Er betonte, dass die Stadt weiterhin im Dialog über notwendige Schutzmaßnahmen bleibt, um die Sicherheit der jüdischen Gemeinde zu gewährleisten.
Dow Aviv, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde, sprach über die Angst und Verzweiflung, die der Angriff ausgelöst hat. Er dankte den couragierten Bürgern und den Einsatzkräften für ihre Hilfe und betonte, dass Antisemitismus ein gesellschaftliches Problem ist.
Aviv forderte abschließend Solidarität und das Recht auf ein angstfreies Leben für Juden in Deutschland. (red)