Schreckliche Zugkollision in Spanien: Mindestens 39 Tote
Montag, 19.01.2026
von Redaktion Kinzig News
CÓRDOBA (SPANIEN) - Bei einem verheerenden Zusammenstoß zweier Hochgeschwindigkeitszüge im Süden Spaniens am gestrigen Sonntagabend sind mindestens 39 Menschen ums Leben gekommen.
Zahlreiche weitere Passagiere erlitten teils schwere Verletzungen, darunter Knochenbrüche und Schnittwunden. Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, um Eingeklemmte aus den zertrümmerten Waggons zu befreien. Wie die Tagesschau berichtet, ereignete sich das Unglück durch einen folgenschweren Zufall auf der Strecke nach Andalusien: Die hinteren Wagen eines Zuges aus Málaga entgleisten genau in dem Moment, als ein entgegenkommender Zug aus Madrid die Stelle passierte.
Verkehrsminister bezeichnet Vorfall als "außergewöhnlich seltsam"
Durch die enorme Wucht des Aufpralls wurden mehrere Waggons von den Gleisen eine vier Meter hohe Böschung hinuntergeschleudert. Spaniens Verkehrsminister Oscar Puente bezeichnete den Unfall auf einer geraden Strecke als "außergewöhnlich seltsam“.
Er betonte, dass der betroffene Zug erst vier Jahre alt sei und die Gleise erst im vergangenen Mai für rund 700 Millionen Euro umfassend modernisiert worden waren. Einen Zusammenhang mit der hohen Taktung der Züge auf der Strecke schloss der Minister aus.
Folgen für den Bahnverkehr
Das Unglück gilt als die schwerste Bahnkatastrophe in Spanien seit 2013. Die Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Madrid und Andalusien bleiben bis auf Weiteres gesperrt.
Erste Ergebnisse der Untersuchung zur Unfallursache werden frühestens in einem Monat erwartet. Da die Bergungsarbeiten noch andauern, kann eine steigende Zahl der Todesopfer derzeit nicht ausgeschlossen werden. (red)