Herzloser Betrug

Gießen: Mutter täuscht Krebs ihres Sohnes vor und kassiert 350.000 Euro Spenden

Eine Frau aus Gießen soll mit Spenden 350.000 Euro ergaunert haben. - Symbolbild: martaposemuckel/pixabay


Dienstag, 03.02.2026
von Redaktion Kinzig News

GIESSEN - In Gießen sorgt ein mutmaßlicher Spenden-Skandal für Entsetzen: Einer 42-jährigen Frau wird vorgeworfen, die Krebserkrankung ihres eigenen Sohns vorgetäuscht zu haben – und auf diese Weise rund 350.000 Euro von gutgläubigen Menschen erschlichen zu haben. 

Die Staatsanwaltschaft Gießen wirft der Frau gewerbsmäßigen Betrug in 13 Fällen vor. Laut Anklage soll sie von September 2021 bis Oktober 2024 über verschiedene Medien und Online-Plattformen die angebliche Krankheit ihres damals fünf bis acht Jahre alten Sohnes erfunden haben.

350.000 Euro Spenden – alles nur erfunden?

Bei den Ermittlungen wurden Wohnungen durchsucht, Unterlagen und Datenträger sichergestellt und zahlreiche Zeugen befragt. Auch Bankkonten wurden überprüft. Das Kind wurde Anfang 2024 in die Obhut des Jugendamts genommen. Die Ermittlungen gegen den Vater wurden eingestellt, weil kein ausreichender Tatverdacht bestand.

Die Frau, die bereits vorbestraft ist, hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Nun entscheidet das Landgericht Gießen, ob der Anklage stattgegeben wird. Der Fall löst bundesweit Entsetzen aus – viele fragen sich, wie jemand so skrupellos das Vertrauen anderer ausnutzen kann. 

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