Entscheidung über Windräder

Windpark-Zoff in Bad Orb: Ørsted verkauft Projekt – Stadt will neu starten

Nach dem Verkauf des Windgeschäfts ist plötzlich alles offen: Bad Orb will neu planen – und setzt auf den Bürgerentscheid. - Foto: distelAPPArath/pixabay (Symbolbild)


Freitag, 06.02.2026
von Redaktion Kinzig News

BAD ORB - Paukenschlag im Windkraft-Streit: Der dänische Energiekonzern Ørsted verkauft sein europäisches Onshore-Geschäft – und damit auch das umstrittene Windpark-Projekt am Horstberg. Für Bad Orb ist das ein Einschnitt – und eine neue Chance.

Bürgermeister Tobias Weisbecker (CDU) sieht die Entwicklung bestätigt: Die Negativschlagzeilen um Ørsted seien kein Zufall gewesen. Der Verkauf soll im zweiten Quartal über die Bühne gehen. Neuer Eigentümer wird Copenhagen Infrastructure Partners.

Windpark am Horstberg: "Wirtschaftlichkeit stark angezweifelt"

Mit dem Besitzerwechsel steht das geplante Windenergie-Projekt am Horstberg erneut auf dem Prüfstand. Aus Sicht der Stadt ist die Wirtschaftlichkeit der Anlagen „mehr als fraglich“. Standort, Planung und Kosten müssten komplett neu bewertet werden.

Jetzt will Bad Orb die Einwohner mitreden lassen: Ein Bürgerentscheid wird vorbereitet. Die Stadt kündigt an, die Bevölkerung umfassend zu informieren. „Ich will, dass unsere Bürger konkret ihre Meinung sagen“, betont Weisbecker.

Windpark stößt weiterhin auf Ablehnung

Dass der Kontakt zuletzt abgebrochen war, erklärt sich für den Bürgermeister nun rückblickend. Auf Arbeitsebene habe es keine Antworten mehr gegeben.

Trotz Energiewende bleibt die Linie der Stadt deutlich: Bad Orb will auf Solar- und Wasserstoffprojekte setzen – einen industriellen Windpark am Horstberg lehnt der Bürgermeister weiterhin ab.

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