Fatale Unachtsamkeit?

Todes-Drama auf A5: 29-jährige Mutter stirbt - Säugling sitzt mit im Auto

Tödlicher Unfall auf A5 bei Darmstadt. (Symbolfoto) - Foto: Pixabay/bayern-reporter_com


Montag, 09.02.2026
von Redaktion Kinzig News

DARMSTADT - Ein Bild der Verwüstung bot sich den Rettungskräften in der Nacht zum gestrigen Sonntag auf der A5. Bei einem schweren Verkehrsunfall zwischen der Anschlussstelle Darmstadt-Eberstadt und dem Darmstädter Kreuz ist am frühen Morgen eine 29-jährige Frau ums Leben gekommen. Ihr fünf Monate alter Säugling überlebte das Unglück nach ersten Erkenntnissen unverletzt.

Gegen 2 Uhr ereignete sich die Kollision in Fahrtrichtung Norden. Nach Angaben der Polizei fuhr ein 42-jähriger Mann aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg mit seinem Wagen auf der rechten Fahrspur auf das vorausfahrende Fahrzeug einer jungen Familie aus Darmstadt auf. Die Wucht des Aufpralls war so enorm, dass für die 29-jährige Beifahrerin jede Hilfe zu spät kam – sie verstarb trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen noch an der Unfallstelle.

Fahrer eingeklemmt – Säugling bleibt unverletzt

Der 34-jährige Fahrer des gerammten Wagens wurde durch die Kollision in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Pfungstadt mit schwerem Gerät befreit werden. Er wurde mit schweren Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert. Ein medizinisches Wunder ist das Überleben des fünf Monate alten Säuglings, der sich ebenfalls im Fahrzeug befand: Das Kind blieb nach ersten Untersuchungen unverletzt, wurde jedoch vorsorglich in eine Klinik gebracht. Der mutmaßliche Unfallverursacher kam mit leichten Verletzungen davon.

Zur Klärung der genauen Unfallursache hat die Staatsanwaltschaft Darmstadt einen Sachverständigen hinzugezogen. Die Ermittler stehen nun vor der Aufgabe, zu rekonstruieren, wie es auf gerader Strecke zu einem derart folgenschweren Auffahrunfall kommen konnte.

Vollsperrung und hoher Sachschaden

Die Richtungsfahrbahn Norden musste für die Dauer der Rettungsarbeiten und der Unfallaufnahme für etwa vier Stunden voll gesperrt werden. Neben mehreren Streifen der Autobahnstation Südhessen waren die Autobahnmeisterei sowie zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz. 

Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei nach ersten Schätzungen auf mindestens 50.000 Euro. (red)

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