Offizieller Start ist am 1. September

"Eine faire und echte Chance für alle": Stadt Hanau gründet Jugendberufsagentur

Hanaus Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri, Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau, Petra Dinger, Leiterin des Amts für Soziale Prävention der Stadt Hanau, und Monika Wendt (v.li.). - Foto: Stadt Hanau/Moritz Göbel


Freitag, 13.02.2026

HANAU - Hanau setzt mit der Gründung einer Jugendberufsagentur (JBA) ein klares Zeichen: "Jeder junge Mensch soll eine echte Chance auf Ausbildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe erhalten ..."

Damit bündeln künftig das städtische Jugendamt mit der Jugendberufshilfe, die Agentur für Arbeit Hanau sowie das Jobcenter Hanau ihre Kompetenzen, um Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf noch gezielter zu unterstützen.

"Wir setzen unsere Arbeitsmarktstrategie konsequent um"


„Wir setzen unsere Arbeitsmarktstrategie konsequent um. Heute gründen unser Jugendamt mit der Jugendberufshilfe sowie die Agentur für Arbeit und die gemeinsame Einrichtung Hanau - wie geplant  - eine Jugendberufsagentur für unsere Stadt. Damit wollen wir allen Jugendlichen eine faire und echte Chance geben“, betont Bürgermeister und Sozialdezernent Dr. Maximilian Bieri.

„Für junge Menschen ist es entscheidend, schnell Orientierung und verlässliche Ansprechpartner zu haben“, erklärte Dr. Bieri. „Die Jugendberufsagentur sorgt dafür, dass Beratung und Unterstützung künftig wie aus einer Hand erfolgen.“

"Jugendberufsagentur schafft verbindliche Struktur"


Die Jugendberufsagentur basiert auf einem bundesweit bewährten Modell und verknüpft die Angebote der beteiligten Institutionen enger miteinander. Neben einer abgestimmten Beratung sind auch innovative, Hanau-spezifische Ansätze geplant. Dazu zählen unter anderem aufsuchende Beratungsangebote außerhalb klassischer Behördenstrukturen, etwa in Jugendzentren in den Stadtteilen. Ein weiterer wichtiger Baustein ist der verbindliche Einbezug der Eltern, die häufig Unterstützung bei der Orientierung im deutschen Bildungs- und Ausbildungssystem benötigen

 „Gerade junge Menschen mit besonderen Herausforderungen profitieren davon, wenn Angebote nicht nebeneinanderstehen, sondern gemeinsam geplant und umgesetzt werden“, sagt Heike Hengster, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hanau. „Die Jugendberufsagentur schafft dafür eine verbindliche Struktur.“

"Passgenaue Unterstützungsangebote" 


Auch Monika Wendt, Geschäftsführerin des Jobcenters Hanau, unterstreicht die Bedeutung der neuen Zusammenarbeit: „Mit der rechtskreisübergreifenden Jugendberufsagentur können wir Bedarfslagen erstmals trägerübergreifend abstimmen und passgenaue Unterstützungsangebote entwickeln. Das ist ein großer Schritt für die nachhaltige Integration junger Menschen in Ausbildung und Arbeit.“

Petra Dinger, Leiterin des Amts für Soziale Prävention der Stadt Hanau, ergänzt: „Uns ist wichtig, junge Menschen frühzeitig zu erreichen – insbesondere Schul- oder Ausbildungsabbrechende sowie sogenannte NEETs im Alter von 15 bis 26 Jahren. Durch die enge Verzahnung der Akteure können wir Hilfen besser koordinieren und Brüche in den Bildungs- und Berufsbiografien vermeiden.“

Offizieller Start ist am 1. September


Die Jugendberufsagentur Hanau wird die Rechtskreise SGB II, SGB III und SGB VIII umfassen. Jeder Rechtskreis ist dabei gleichwertiger Partner und tragende Säule der gemeinsamen Verantwortungsgemeinschaft. Der Informationsaustausch erfolgt selbstverständlich datenschutzkonform. Ziel ist es, Abläufe und Maßnahmen zu harmonisieren und eine gemeinsame Koordination der Integrations- und Hilfeprozesse sicherzustellen.

Der offizielle Start der Jugendberufsagentur ist für den 1. September vorgesehen. Bereits seit dem 1. Januar hat die die intensive Vorbereitungs- und Aufbauphase begonnen, in der die Zusammenarbeit weiter vertieft und konkrete Angebote entwickelt werden. (red)

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