Steine auf A49 geworfen: Jugendliche für versuchten Mord verurteilt
Samstag, 14.02.2026
von Redaktion Kinzig News
Schockmoment auf der Autobahn 49 bei Stadtallendorf! Drei junge Männer haben im Mai 2025 Steine und einen zwei Kilogramm schweren Leitpfosten von einer Brücke auf vorbeifahrende Autos geworfen. Glück im Unglück: Es gab keine Verletzten.
Das Landgericht Marburg sah die Taten als versuchten Mord und gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr an und verurteilte die Jugendlichen zu mehrjährigen Jugendstrafen: Ein 15- und ein 18-Jähriger zu je drei Jahren und neun Monaten, ein 17-Jähriger zu drei Jahren. Alle drei saßen bereits in Untersuchungshaft, die nun angerechnet wird.
Die Jugendlichen hatten die Attacken gestanden. Das Gericht machte deutlich, dass ihnen die Gefahr ihrer Taten bewusst gewesen sei: „Dies hätte auch ein Kleinkind erkennen können – erst recht ein Jugendlicher“, so die Richter. Die Wurfattacken waren gezielt und hätten tödliche Folgen haben können. Ein Fahrer in einem getroffenen Transporter gab nach dem Vorfall sogar seine Arbeit auf – die psychischen Folgen waren erheblich.
STADTALLENDORF -
Das Urteil ist rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidigung verzichteten auf Berufung.