Frankfurt: 30-Jähriger attackiert Eltern in Psychiatrie - dann eskaliert die Situation
Freitag, 13.02.2026
von Redaktion Kinzig News
FRANKFURT AM MAIN - Ein psychischer Ausnahmezustand hat am Donnerstagabend in Frankfurt-Niederrad zu einem gewaltsamen Einsatz geführt, bei dem ein Mann seine Eltern angriff und mehrere Einsatzkräfte verletzte.
Die Heinrich-Hoffmann-Straße wurde am späten Donnerstagabend zum Schauplatz einer kaum kontrollierbaren Auseinandersetzung. Ein 30-jähriger Mann hielt sich dort gemeinsam mit seinen Eltern im Bereich der psychiatrischen Klinik auf, als die Situation aus bislang ungeklärter Ursache völlig entglitt. Wie aus einem aktuellen Bericht des Polizeipräsidiums Frankfurt hervorgeht, mündete ein Streit zwischen dem Sohn und seinen Eltern in körperliche Gewalt, die schließlich ein Großaufgebot an Helfern forderte.
Heftiger Widerstand gegen Rettungskräfte
Noch bevor die Polizei am Einsatzort eintraf, versuchte die Besatzung eines zufällig anwesenden Rettungswagens, die Situation zu deeskalieren und den Tobenden unter Kontrolle zu bringen. Dabei leistete der 30-Jährige erheblichen Widerstand. Im Verlauf des Gerangels wurde ein Mitarbeiter des Rettungsdienstes im Mundbereich verletzt. Den Helfern und den Eltern gelang es nur unter größter Anstrengung, den Mann bis zum Eintreffen der Streifenwagen zu fixieren.
Die Hoffnung auf eine Beruhigung der Lage nach dem Eintreffen der Beamten zerschlug sich schnell. Als die Polizisten versuchten, mit dem Mann zu interagieren, schlug ihnen blanker Hass entgegen. Neben wüsten Beleidigungen stieß der Tatverdächtige mehrfache Todesdrohungen aus und bespuckte die Einsatzkräfte. Die Eskalation gipfelte schließlich darin, dass der Mann einem Beamten so schwer in den Arm biss, dass dieser medizinisch versorgt werden musste.
Todesdrohungen und Bissattacke gegen Polizeibeamte
Aufgrund des offenkundigen psychischen Ausnahmezustands endete die Nacht für den Frankfurter dort, wo der Streit begonnen hatte. Nach Abschluss der polizeilichen Erstmaßnahmen wurde er einem Arzt vorgestellt und unmittelbar in der Psychiatrie untergebracht. Die rechtlichen Konsequenzen folgen dennoch: Gegen den 30-Jährigen wurde ein umfassendes Strafverfahren eingeleitet.
Die Vorwürfe wiegen schwer und reichen von tätlichem Angriff und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte bis hin zu Bedrohung und Beleidigung. (red)