UPDATE: Hanau: Jugendliche bewerfen Faschingsumzug-Teilnehmer mit Flaschen und Glassteinen
Montag, 16.02.2026
HANAU - Süßigkeiten und andere harmlose Wurfartikel gehören an Fasching traditionell zu jedem Umzug dazu. Keinesfalls sind damit jedoch Gegenstände gemeint, die zur Gefahr werden können.
"Genau das war am Sonntagnachmittag beim Lindwurm im Hanauer Stadtteil Lamboy/Tümpelgarten der Fall, was die Polizei auf den Plan rief - die ermittelt jetzt wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung", heißt es aus dem Polizeipräsidium Südosthessen.
Zum Glück niemand verletzt
Demnach sollen zwei Jugendliche gegen 12.45 Uhr in der Chemnitzer Straße aus einem Haus diverse gefüllte Plastikwasserflaschen und kleine Glassteine in Richtung der Teilnehmer des Zuges geschleudert haben. Verletzt wurde dabei nach bisherigen Erkenntnissen der Beamten niemand, allerdings entstand an einem der mitfahrenden Fahrzeuge ein Sachschaden in Höhe von etwa 2.000 Euro.
Die Glassteine wurden sichergestellt und werden nun auf mögliche Spuren untersucht, um Rückschlüsse auf die noch unbekannten Werfer zu erhalten, die schwarze beziehungsweise beige Oberbekleidung trugen. Parallel suchen die Ermittler Zeuginnen und Zeugen, die sich unter der Rufnummer 06181/100-123 melden können.
Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri verurteilt Angriff auf Karnevalisten aufs Schärfste
Mit großer Bestürzung nimmt die Stadt Hanau den Vorfall zur Kenntnis, bei dem Teilnehmende des Faschingsumzuges im Stadtteil Lamboy/Tümpelgarten am gestrigen Sonntag mit gefüllten Plastikflaschen und Glassteinen beworfen wurden.
Bürgermeister Dr. Bieri, der selbst den Umzug als Teilnehmer begleitete, erklärt dazu: „Dieser feige und inakzeptable Angriff auf Menschen, die friedlich Fasching gefeiert haben, ist durch nichts zu rechtfertigen. Fasching ist ein Fest der Gemeinschaft und der Lebensfreude. Menschen in bunter Verkleidung, Familien, Ehrenamtliche sowie zahlreiche Vereine tragen mit ihrem Engagement zu einem respektvollen und fröhlichen Miteinander bei. Niemand darf aus mutwilliger und feindseliger Absicht Opfer von Angriffen werden. Ich danke der Polizei für ihre schnelle Aufnahme der Ermittlungen und rufe alle Zeuginnen und Zeugen dazu auf, die Behörden bei der Aufklärung zu unterstützen.“ (red)