Das sollte kein Tier erleben

Hunde-Oma landet im Tierheim Frankfurt: Ihre Vorgeschichte rührt zu Tränen

Bonny aus dem Frankfurter Tierheim. - Foto: Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung von 1841 e. V.


Sonntag, 22.02.2026
von ANGELO CALI

FRANKFURT AM MAIN - Manchmal schreibt das Leben Geschichten, die man am liebsten ungeschehen machen würde. Bonny ist die Hauptfigur einer solchen Erzählung. Die Malteser-Hündin, etwa im Jahr 2010 geboren, hat in ihrem Leben bereits Dinge erfahren müssen, die kein Tier erleben sollte.

Ihr Vorleben war alles andere als schön, bis sie schließlich von den Behörden sichergestellt und in die Obhut des Tierschutzvereins Frankfurt gebracht wurde. Nun sitzt sie dort und wartet – eine kleine, bescheidene Hundedame, die trotz allem den Glauben an das Gute nicht verloren hat.

Wenn aus Scheu Vertrauen wird

Wer Bonny zum ersten Mal begegnet, trifft auf ein Wesen, das sich zunächst zurückhaltend und scheu zeigt. Es ist, als wolle sie erst sichergehen, dass ihr Gegenüber es wirklich ehrlich meint. Doch wer die nötige Geduld aufbringt, wird reich belohnt: Sobald Bonny Vertrauen gefasst hat, verwandelt sie sich in eine echte Schmusebacke, die Kuscheleinheiten über alles liebt.

Bonny ist eine unkomplizierte Mitbewohnerin. Sie ist stubenrein und läuft vorbildlich an der Leine. Große Erziehungskurse oder das Pauken von Kommandos stehen bei ihr nicht mehr auf dem Plan – sie hat in ihrem Alter das Recht, einfach nur zu sein und zu genießen. Sogar vier bis sechs Stunden könnte sie alleine zu Hause bleiben, auch wenn sie die Zeit bei ihren Menschen natürlich vorzieht.

Die Zeit läuft gegen das kleine Ömchen

Warum die Suche nach einem Zuhause so dringlich ist, liegt an Bonnys gesundheitlichem Zustand. Das Alter hat Spuren hinterlassen: Sie hört mittlerweile kaum. Zudem plagen sie Mammatumore und eine Umfangsvermehrung am rechten Hinterlauf. Jeder Tag, den sie hinter Tierheimgittern verbringen muss, ist ein verlorener Tag für ihren Lebensabend.

Ihr neues Reich sollte deshalb möglichst barrierefrei sein, ein Zuhause mit wenig Treppenstufen wäre ideal für ihre kleinen Beine. Bonny versteht sich gut mit anderen Hunden, und falls bereits eine Katze im Haus lebt, testet das Tierheim die Verträglichkeit gerne vorab. Kinder im Haushalt sollten alt genug sein, um zu respektieren, dass eine alte Dame wie Bonny viel Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten braucht.

Wer schenkt Bonny den Titel „Prinzessin“?

Hundeerfahrung ist für Bonnys neues Zuhause kein Muss. Was zählt, ist alleine der Wille, diesem Hundemädchen nach all dem Leid noch eine Zeit voller Liebe, Fürsorge und Geborgenheit zu schenken. Bonny soll endlich erleben dürfen, wie sich ein echtes Hundeleben anfühlt – als kleine Prinzessin, die behütet ihren Lebensabend genießen darf.

Haben Sie ein Plätzchen in Ihrem Herzen und in Ihrem Heim frei? Wenn Sie Bonny adoptieren möchten, wenden Sie sich bitte an den Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung von 1841 e.V. unter der E-Mail-Adresse: [email protected]. (anc)

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