Bezahlbarer Wohnraum in Nidderau: Für wen die 20 neuen Sozialwohnungen dienen
Dienstag, 24.02.2026
von Redaktion Kinzig News
NIDDERAU - Inmitten eines angespannten Immobilienmarktes im Rhein-Main-Gebiet setzt die Stadt Nidderau ein deutliches Zeichen gegen steigende Mieten: Am Mühlberg in Windecken entstehen 20 geförderte Wohnungen, die bereits im kommenden Frühjahr bezugsfertig sein sollen.
Das Bauprojekt markiert einen wichtigen Meilenstein für die soziale Stadtentwicklung in der Region. Während viele Bauvorhaben aufgrund der schwierigen Lage im Baugewerbe stocken, schreitet der Neubau in Windecken zügig voran. Wie aus einem aktuellen Bericht der lokalen SPD Heldenbergen-Windecken hervorgeht, ist der Wohnraum gezielt für Haushalte mit geringem Einkommen reserviert.
Günstige Mieten durch strategische Kooperation
Ein wesentliches Detail der Planung betrifft die rechtliche Einordnung der Mieter: Die Verantwortlichen stellen klar, dass Geflüchtete keinen Anspruch auf diese spezifischen Sozialwohnungen haben, da die Belegung anderen Kriterien der Wohnraumförderung folgt. Das Fundament für dieses Projekt legte die Stadt Nidderau durch eine gezielte Vereinbarung mit einem privaten Investor. Das Grundstück wurde zu einem vergünstigten Preis abgegeben, wofür die Stadt im Gegenzug ein Belegungsrecht für die kommenden 20 Jahre erhält.
Diese Mietpreis- und Belegungsbindung sorgt dafür, dass die Kaltmiete mit durchschnittlich 7,45 Euro pro Quadratmeter deutlich unter dem üblichen regionalen Mietspiegel bleibt. Ortsbezirksvorsitzender Michael Bär betont in diesem Zusammenhang, dass der Druck auf dem Wohnungsmarkt stetig wachse und solche Projekte essenziell seien, um den sozialen Ausgleich in der Stadt zu wahren. Das Projekt, das in Zusammenarbeit zwischen der LGS Wohnen GmbH, dem Land Hessen und der Kommune realisiert wird, deckt ein breites Spektrum an Wohnbedürfnissen ab.
Nachhaltigkeit und Vielfalt am Mühlberg
Die Wohnflächen variieren zwischen 42 und 86 Quadratmetern, was sowohl Alleinstehenden als auch Familien Raum bietet. Neben der sozialen Komponente spielt auch der ökologische Aspekt eine zentrale Rolle. Die Gebäude wurden nach dem Energieeffizienzstandard 55 errichtet und verfügen über eine umweltfreundliche Pelletsheizung, was die Nebenkosten für die künftigen Mieter stabil halten soll. Für die lokale Politik im Ortsbezirk Heldenbergen-Windecken ist das Vorhaben ein Beweis für gelungene politische Steuerung. Stefan Hotz, stellvertretender Ortsvorsteher, wertet den Neubau als Paradebeispiel für eine verantwortungsvolle Stadtentwicklung.
Auch Ortsvorsteher Heinz Homeyer hebt die Geschwindigkeit der Umsetzung hervor. Dass die Wohnungen trotz der allgemeinen Krise im Bauwesen so zeitnah fertiggestellt werden können, zeige eindrucksvoll das Ergebnis einer funktionierenden Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Projektentwicklern. (red)