Ohne Rücksicht auf Verluste

21-Jähriger legt Chaosfahrt bei Flucht vor der Polizei hin

Wilde Verfolgungsjagd in Ebsdorfergrund. (Symbolfoto) - Foto: Pixabay/AG-Pics


Dienstag, 24.02.2026
von Redaktion Kinzig News

EBSDORFERGRUND - Nach einer Verfolgungsjagd über die Bundesstraße 3 und die Landesstraße 3048 am vergangenen Samstagmittag hat die Polizei einen jungen Autofahrer festgenommen, der unter Drogeneinfluss mehrere Verkehrsteilnehmer in Lebensgefahr brachte.

Die Flucht begann gegen 12.20 Uhr auf der B3 im Bereich der Abfahrt nach Roth, als eine Streifenbesatzung aus Marburg einen VW-Kleinwagen für eine allgemeine Kontrolle stoppen wollte. Statt den Anhaltssignalen der Beamten Folge zu leisten, beschleunigte der 21-Jährige sein Fahrzeug und setzte seine Fahrt mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Gießen fort.

Riskante Überholmanöver und beinahe Frontalzusammenstoß

Wie aus einem Bericht der Polizei Marburg hervorgeht, verlagerte sich das Geschehen kurz darauf auf die L3048, wo der Fahrer durch rücksichtlose Manöver auffiel.Auf seinem Weg in Richtung Ebsdorfergrund überholte der junge Mann aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf mehrere Fahrzeuge, teilweise an extrem unübersichtlichen Stellen. 

Dabei ignorierte er den herannahenden Gegenverkehr völlig. Die gefährliche Fahrweise zwang mindestens einen entgegenkommenden Autofahrer zu einer Vollbremsung, die einen frontalen Zusammenstoß im letzten Moment verhinderte. Erst durch die Kooperation mehrerer hinzugezogener Polizeistreifen gelang es schließlich, den Flüchtigen im Ortsteil Heskem-Mölln zu stellen und festzunehmen.

Drogenkonsum als Hintergrund der Flucht

Der Grund für das riskante Verhalten klärte sich bei der anschließenden Kontrolle schnell auf. Ein vor Ort durchgeführter Drogenschnelltest reagierte positiv auf Cannabis, was den Verdacht erhärtete, dass der 21-Jährige unter berauschenden Mitteln am Steuer saß. 

Zur Sicherung gerichtsverwertbarer Beweise wurde der Mann auf die Marburger Wache gebracht, wo ein Arzt eine Blutentnahme durchführte. Die Beamten stellten den Führerschein des Fahrers noch vor Ort sicher und entließen ihn nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen.

Polizei bittet Zeugen und Betroffene um Mithilfe

Auf den jungen Fahrer kommt nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung zu. Da die Ermittler das gesamte Ausmaß der Gefährdung rekonstruieren müssen, bittet die Polizeistation Marburg dringend um Unterstützung aus der Bevölkerung. 

Personen, die die Fahrt des VW beobachtet haben oder durch das Verhalten des 21-Jährigen selbst gefährdet wurden, werden gebeten, sich telefonisch unter der Nummer 06421/4060 zu melden. (red)

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