Kellerbrand in Nidderau wird zur Bedrohung: Hundebellen verhindert Schlimmeres
Dienstag, 24.02.2026
von Redaktion Kinzig News
NIDDERAU - Dank der schnellen Reaktion ihres Hundes ist eine 60-Jährige in der Nacht zu Dienstag einem schweren Feuer in Nidderau-Ostheim entkommen, das eine Doppelhaushälfte vorerst unbewohnbar machte.
Mitten in der Nacht, gegen 0.35 Uhr, riss anhaltendes Bellen die Bewohnerin eines Hauses an der Straße „Am Ziegelweiher“ aus dem Schlaf. Wie aus einem Bericht des Polizeipräsidiums Südosthessen hervorgeht, schlug der Vierbeiner genau im richtigen Moment Alarm. Die Frau bemerkte dichten Rauch, der aus dem Keller nach oben stieg, wählte umgehend den Notruf und konnte sich gerade noch rechtzeitig ins Freie retten.
Brand in Nidderau: Rettung unter der Treppe
Während Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei herbeieilten, blieb der tierische Retter zunächst im verqualmten Gebäude zurück. Die Feuerwehr konzentrierte sich bei ihrem Eintreffen sofort auf die Brandbekämpfung im Untergeschoss, um ein Übergreifen der Flammen auf die gesamte Doppelhaushälfte zu verhindern.
Parallel dazu suchten die Einsatzkräfte nach dem Hund, den sie schließlich unverletzt unter einer Treppe im Haus entdeckten. Er hatte sich dort vor dem Rauch und dem Lärm in Sicherheit gebracht. Seine 60-jährige Besitzerin hatte weniger Glück: Sie wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, nachdem sie die gefährlichen Gase beim Verlassen des Hauses eingeatmet hatte.
Modelleisenbahn als mögliche Brandursache
Obwohl die Brandschützer das Feuer zügig löschen konnten, ist das Gebäude bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf etwa 50.000 Euro. Erste Ermittlungen zur Ursache deuten auf einen technischen Hintergrund hin. Im Fokus steht dabei eine Modelleisenbahn im Keller des Hauses, an der ein Defekt das Feuer ausgelöst haben könnte.
Die genauen Untersuchungen der Brandermittler dauern derzeit noch an. Bis die Schäden behoben sind, bleibt die betroffene Haushälfte gesperrt. (red)