Welcher Sommerreifen ist der beste? Teils erschreckende Ergebnisse
Samstag, 28.02.2026
von Redaktion Kinzig News
DEUTSCHLAND - Im aktuellen Vergleich des ADAC mussten 16 Sommerreifen der gängigen Mittelklasse-Dimension 225/50 R17 ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Während drei Premium-Modelle glänzen, warnen die Experten vor drei Produkten, die aufgrund eklatanter Schwächen bei der Fahrsicherheit nicht empfehlenswert sind.
Egal ob auf erhitztem Asphalt oder bei plötzlichen Regengüssen an kühlen Frühlingstagen – Sommerreifen sind im Alltag extremen Bedingungen ausgesetzt. Der ADAC hat für seinen Test 2026 das Augenmerk nicht nur auf die klassische Bremsperformance und das Handling gerichtet, sondern auch ökologische Aspekte wie Laufleistung und Kraftstoffverbrauch stark gewichtet.
Das Feld der Empfehlenswerten
Das Ergebnis zeigt eine deutliche Zweiklassengesellschaft: An der Spitze steht der Continental PremiumContact 7, der sich mit der Gesamtnote 1,9 den Testsieg sichert. Besonders in puncto Sicherheit setzt das Modell Maßstäbe und schrammte sowohl auf trockener als auch auf nasser Piste nur knapp an einer „sehr guten“ Bewertung vorbei. Dicht auf den Fersen des Spitzenreiters folgen zwei weitere bekannte Namen: Der Pirelli Cinturato C3 belegt mit einer Note von 2,2 den zweiten Rang, gefolgt vom Goodyear EfficientGrip Performance 2 mit der Note 2,3.
Dass eine gute Performance auf der Straße allein nicht für einen Spitzenplatz ausreicht, musste der Firestone Roadhawk 2 erfahren. Obwohl seine fahrerischen Leistungen überzeugten, reichte es aufgrund einer lediglich zufriedenstellenden Umweltbilanz nur für den vierten Platz mit der Gesamtnote 2,6. Für Autofahrer ist die Botschaft dennoch positiv, da der Großteil der getesteten Modelle eine solide und verlässliche Basis für die kommende Saison bietet.
Licht und Schatten bei den Schlusslichtern
Am Ende der Tabelle finden sich drei Reifen wieder, von denen der Automobilclub explizit abrät. Der Lassa Revolva, der Leao Nova-Force Acro und der Linglong Sport Master enttäuschten im Testverfahren. Letzterer dient als Paradebeispiel für eine unausgewogene Entwicklung. Während der Linglong auf nasser Fahrbahn mit der Note 1,5 sogar den Bestwert im gesamten Feld erzielte, zeigten sich auf trockenem Untergrund erhebliche Mängel.
Ein weiteres Ausschlusskriterium war die mangelhafte Wirtschaftlichkeit: Mit einer prognostizierten Laufleistung von gerade einmal 26.000 Kilometern bietet er nicht einmal die Hälfte der Ausdauer des drittplatzierten Goodyear-Reifens, der stolze 57.800 Kilometer erreicht.
Expertentipps für den Reifenkauf
Beim Gang zum Händler sollten sich Verbraucher nicht allein auf das EU-Reifenlabel verlassen. Der Test bewies, dass Reifen trotz guter Label-Einstufung im Realcheck mangelhafte Leistungen zeigen können. Ein entscheidender Blick gilt zudem der sogenannten DOT-Nummer auf der Reifenflanke. Der ADAC rät dringend dazu, Reifen zu erwerben, die nicht älter als zwei Jahre sind.
Da Hersteller ihre Modelle kontinuierlich optimieren und teilweise jede Saison Detailverbesserungen vornehmen, profitiert der Käufer eines jungen Reifens unmittelbar von der neuesten Technologie und der bestmöglichen Sicherheit auf der Straße. (red)