Polizei schnappt schnell zu

Mühlheim: 19-Jähriger schießt am Mainufer mit Waffe um sich - Grund sorgt für Kopfschütteln

Schussabgabe am Mainufer. (Symbolfoto) - Foto: Pixabay/Icsilviu


Mittwoch, 25.02.2026
von Redaktion Kinzig News

MÜHLHEIM AM MAIN - Ein 19-jähriger Mann hat am Dienstagvormittag am Mühlheimer Mainufer einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst, nachdem er dort mehrfach mit einer Waffe geschossen haben soll.

Gegen 9.30 Uhr alarmierte eine aufmerksame Zeugin die Polizei, weil sie den Heranwachsenden auf dem Mainradweg in Höhe des Bornwegs beobachtete. Laut ihrer Schilderung hielt der junge Mann eine Schusswaffe in der Hand und feuerte mehrfach in Richtung des Flusses. Wie aus einem Bericht des Polizeipräsidiums Südosthessen hervorgeht, eilten sofort mehrere Streifenwagen zum Tatort.

Spürhund findet Beweismittel am Tatort

Der Tatverdächtige versuchte zunächst, über ein angrenzendes Feld zu flüchten, konnte jedoch nur wenige Minuten später von den Beamten gestellt und vorläufig festgenommen werden. Trotz einer intensiven Absuche des Geländes blieb die Tatwaffe zunächst verschwunden. Die Ermittler vermuten, dass der 19-Jährige das Beweisstück unmittelbar vor seiner Festnahme in den Main geworfen hat, um es verschwinden zu lassen.

 Zum Verbleib der Waffe schwieg der junge Mann während der polizeilichen Maßnahmen beharrlich. Ein eingesetzter Diensthund lieferte jedoch den entscheidenden Hinweis: Der Vierbeiner erschnüffelte vor Ort zwei Schreckschusshülsen, die von der Polizei sichergestellt wurden. Die Beamten gehen daher derzeit davon aus, dass es sich bei dem Gegenstand um eine Schreckschusswaffe handelte.

Ermittlungen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz

Der Hintergrund der Tat scheint nach ersten Erkenntnissen in einer riskanten Form der Selbstdarstellung zu liegen. Hinweise deuten darauf hin, dass der Teenager die Schüsse mit seinem Mobiltelefon filmte, um die Aufnahmen womöglich in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Auch wenn nach aktuellem Stand niemand verletzt wurde, hat der Vorfall strafrechtliche Konsequenzen. Gegen den 19-Jährigen wird nun wegen des Verdachts auf Verstöße gegen das Waffengesetz ermittelt. 

Da die Hintergründe des Geschehens noch nicht vollständig geklärt sind, bittet die Kriminalpolizei in Offenbach weitere Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich unter der Rufnummer 069/80981234 zu melden. (red)

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