Gewalteskalation in Wiesbaden

Gruppe jagt 54-Jährigen mit Axt und Schlagstock - Gaffer stören Polizei

Axtattacke in Wiesbaden. (Symbolfoto) - Foto: Pixabay/Jeannette1980


Mittwoch, 25.02.2026
von Redaktion Kinzig News

WIESBADEN - Ein brutaler Übergriff hat am Dienstagabend im Wiesbadener Westend für einen Großeinsatz der Polizei gesorgt, nachdem eine Gruppe einen 54-jährigen Mann mitten im Kreuzungsbereich verfolgt und schwer verletzt hatte.

Die Szenen, die sich gegen 18:30 Uhr im Bereich der Hellmundstraße und Wellritzstraße abspielten, glichen einem filmreifen Gewaltszenario. Nach den ersten Erkenntnissen der Ermittler wurde das Opfer zunächst durch die Wellritzstraße gejagt, bevor die Situation an der Kreuzung eskalierte. Die Angreifer gingen dort mit massiver Härte gegen den Wiesbadener vor und setzten dabei unter anderem eine Axt sowie einen Teleskopschlagstock ein.

Festnahme nach Fluchtversuch im Mercedes

Wie aus einem Bericht des Polizeipräsidiums Westhessen hervorgeht, erlitt der 54-Jährige bei der Attacke eine blutende Kopfverletzung und musste zur medizinischen Versorgung umgehend in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert werden. Dass die Situation nicht noch weiter eskalierte, ist auch dem schnellen Eingreifen von Passanten zu verdanken, die unmittelbar den Notruf wählten. 

Die mutmaßlichen Täter versuchten zwar, sich der Verantwortung zu entziehen, und flüchteten in einem schwarzen Mercedes vom Tatort, doch die Flucht währte nur kurz. Die Polizei leitete sofortige Fahndungsmaßnahmen ein, die schließlich zur vorläufigen Festnahme der Beschuldigten führten. Über die Hintergründe der Tat oder eine mögliche Vorbeziehung zwischen den Beteiligten liegen derzeit noch keine gesicherten Informationen vor.

Schaulustige behindern polizeiliche Arbeit

Neben der eigentlichen Tat sahen sich die Einsatzkräfte vor Ort mit einer weiteren Herausforderung konfrontiert. Eine große Anzahl an Passanten und Schaulustigen sammelte sich am Einsatzort, wobei Teile dieser Menge die polizeilichen Maßnahmen aktiv behinderten. Die Kriminalpolizei Wiesbaden hat die weiteren Ermittlungen übernommen und wertet nun die Spuren aus. 

Zeugen, die Beobachtungen zum Ablauf der Verfolgung oder zum eigentlichen Angriff im Kreuzungsbereich gemacht haben, werden dringend gebeten, sich mit der Wiesbadener Polizei unter der Telefonnummer 0611/3450 in Verbindung zu setzen. (red)

Neues Beliebtes
    Kontakt
    Kinzig.News Redaktion:
    Telefon:06051 833 712
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.News Vertrieb:
    Telefon:06051 833 711
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.Termine