Hessen: Zehn Männer wegen Aufrufen zu Gewalt und Hass im Netz festgenommen
Donnerstag, 26.02.2026
von Redaktion Kinzig News
WIESBADEN / HESSEN - Die Polizei Hessen hat zugeschlagen! Bei einer bundesweiten Großaktion gegen Hass im Internet hat die Polizei am Mittwoch (25. Februar) insgesamt 10 Männer zwischen 18 und 69 Jahren festgenommen.
Die Beschuldigten sollen in sozialen Netzwerken zu Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen, Flüchtlinge und politisch Andersdenkende aufgerufen haben – teilweise sogar zu Tötungen per Erschießen oder Vergiften. Die Ermittler sprechen von strafbaren Hasspostings, einige Verdächtige sind bereits polizeibekannt.
Im Auftrag des Hessischen LKA: Bundesweite Razzia gegen Hassposter im Netz
Insgesamt wurden über 140 Razzien und Befragungen in allen 16 Bundesländern durchgeführt. Hessen war mit der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt, dem Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) und mehreren Staatsanwaltschaften stark beteiligt.
Die Razzien im Auftrag hessischer Staatsanwaltschaften richten sich gegen insgesamt 10 Beschuldigte aus Frankfurt am Main, Hanau, Offenbach am Main und Wiesbaden sowie den Landkreisen Gießen, Main-Kinzig, Marburg-Biedenkopf, Rheingau-Taunus und Vogelsberg.
Muth: Hessen setzt Zeichen gegen Hass im Netz
HLKA-Präsident Daniel Muth machte klar: „Opfer von Hass und Hetze leiden häufig schwer unter den Folgen solcher Angriffe. Umso wichtiger ist es, dass die Betroffenen Unterstützung und Beratung erhalten. Aufrufe zu schweren Straftaten im Netz müssen konsequent verfolgt werden, um tatsächliche Angriffe zu verhindern.“
Der leitende Oberstaatsanwalt Dr. Benjamin Krause, Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), warnt: „Wer Hasspostings unwidersprochen lässt, senkt die Hemmschwelle für echte Straftaten. Wir sorgen dafür, dass das nicht passiert.“