Online-Termine im Rathaus Nidderau: Bürgermeister Bär kontert CDU-Kritik scharf
Donnerstag, 26.02.2026
von Redaktion Kinzig News
NIDDERAU - Bürgermeister Andreas Bär (SPD) schlägt zurück: Nach scharfer Kritik der CDU an der Terminvergabepraxis im Rathaus spricht er von „Wahlkampf mit Unwahrheiten auf dem Rücken der Beschäftigten“. „Im Fußball gibt es für solche Fouls die rote Karte!“, wetterte Bär in einer Pressemeldung.
Die CDU hatte behauptet, Termine könnten nur online gebucht werden, das Rathaus sei telefonisch kaum erreichbar, und Bürger würden ohne Termin abgewiesen. Bär und sein Team widersprechen vehement. Alexandra Nolte, Fachbereichsleiterin Ordnungswesen, widerspricht der Darstellung des Bürgerservices ausdrücklich und betont, dass für die Terminvereinbarung mehrere Zugangswege zur Verfügung stehen – persönlich, telefonisch und schriftlich.
Eine grundsätzliche Online-Terminvergabe sei „kein Schikanieren von Bürgern“, sondern „ein modernes Werkzeug für Effizienz und modernen Arbeitsschutz gleichermaßen“, ergänzt Personalratsvorsitzender Thomas Kantyba. Nolte und Kantyba stellen klar, dass sie keine politische Position beziehen, sondern allein aus Sicht der Mitarbeitenden argumentieren.
Bär nach CDU-Kritik: „Böswillige Kritik“ sorgt für Fassungslosigkeit im Rathaus
Bär reagierte scharf auf die CDU-Forderung nach „definierten Zeitfenstern für dringende Anliegen“: „Das wäre ein Rückschritt. Hier wird böswillig ein zu 99 Prozent funktionierendes System schlechtgemacht, um das eine Prozent der Spontanbesucher zufrieden zu stellen“.
Der Bürgermeister macht deutlich: „Die Beschäftigten im Bürgerservice leisten tagtäglich eine gute Arbeit, serviceorientiert und nah an den Menschen. Sie anlasslos und mit unwahren Behauptungen öffentlich zu diffamieren, das haben diese Menschen wirklich nicht verdient.“