Großrazzia im Rhein-Main-Gebiet nach Schüssen in Offenbach – SEK greift zu
Donnerstag, 26.02.2026
von Redaktion Kinzig News
HANAU / FRANKFURT AM MAIN - Nach einer mutmaßlichen Schussabgabe im Offenbacher Stadtteil Bürgel am 23. Oktober letzten Jahres schlägt die Polizei jetzt mit voller Härte zu. Am frühen Mittwochmorgen (25. Februar) klickten im gesamten Rhein-Main-Gebiet die Handschellen.
Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Darmstadt durchsuchten Ermittler in einer großangelegten Aktion fünf Wohnungen und zwei Geschäftsräume in Hanau, Frankfurt am Main, Rüsselsheim und Kelsterbach. Mit dabei: Spezialkräfte und Beamte der Kriminaldirektion des Polizeipräsidiums Südosthessen.
Nach Schüssen im Oktober 2025: Zugriff in Hanau, Frankfurt und Umgebung
Bei der Razzia wurden verschiedene Beweismittel sichergestellt: Eine scharfe Schusswaffe, zwei Schlagringe sowie mehrere Mobiltelefone. Offenbar wichtige Beweismittel im Fall. Im Visier der Fahnder stehen vier Männer im Alter zwischen 22 und 33 Jahren. Sie sollen an der Tat vor rund vier Monaten beteiligt gewesen sein.
Besonders brisant: Gegen den 33 Jahre alten Hauptverdächtigen lag ein Haftbefehl wegen versuchten Mordes vor. Das Amtsgericht Darmstadt hatte diesen im Auftrag der Staatsanwaltschaft erlassen. Der Zugriff erfolgte an seiner Wohnung in Hanau.
Drei weitere Männer vorläufig festgenommen – und wieder freigelassen
Auch die drei weiteren Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen, nach Abschluss der polizeilichen Untersuchungen allerdings wieder freigelassen. Bei der Tat im Oktober war ein 43-Jähriger schwer verletzt worden.
Nach bisherigen Erkenntnissen gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass gezielt auf ihn geschossen wurde. Hintergründe und Motiv sind weiterhin unklar, die Ermittlungen laufen. Klar ist jedoch: Die Beteiligten sollen miteinander in Verbindung stehen.