Warum am Donnerstag in ganz Hessen der Alarm schrillt
Samstag, 07.03.2026
von Redaktion Kinzig News
HESSEN - Probealarm im März: Hessen testet am Donnerstag landesweit seine Warnsysteme
Am Donnerstag, den 12. März, wird es in ganz Hessen laut: Gegen 10 Uhr lösen die Behörden einen landesweiten Probealarm aus, um Sirenen, Apps und Mobilfunkgeräte für den Ernstfall zu prüfen.
Der kommende Donnerstag markiert einen wichtigen Termin für den Katastrophenschutz im Main-Kinzig-Kreis und ganz Hessen. Pünktlich zur Vormittagszeit werden flächendeckend Warnsignale auf Mobilfunkgeräten sowie über Sirenen und Pager zu hören sein. Dieser landesweite Warntag findet traditionell am zweiten Donnerstag im März statt und ergänzt den großen bundesweiten Testlauf im Herbst.
Technik-Check und individuelle Vorsorge
Während im September primär die Systeme auf Bundesebene im Fokus stehen, konzentriert sich die aktuelle Prüfung auf die Auslösemechanismen der hessischen Landesebene und der zentralen Leitstellen. Wie der Main-Kinzig-Kreis berichtet, folgt Hessen mit diesem zusätzlichen Termin dem Vorbild anderer Bundesländer wie Bayern oder Nordrhein-Westfalen.
Landrat Thorsten Stolz betont dabei, dass es bei diesen zwei Probeläufen pro Jahr um weit mehr als nur um das bloße Funktionieren der Sirenen geht. Der Tag soll vielmehr als persönlicher „Selbst-Check“ für jeden Einzelnen dienen. Stolz rät den Bürgerinnen und Bürgern eindringlich dazu, sich mit dem Thema Notfallvorsorge auseinanderzusetzen, da sich reale Bedrohungen wie extremes Unwetter oder Hochwasser selten mit dem zeitlichen Vorlauf eines geplanten Probealarms ankündigen.
Premiere für die Entwarnung via Cell Broadcast
Um im Ernstfall rechtzeitig informiert zu sein, ist die Installation von Warn-Apps wie HessenWarn oder NINA auf dem Smartphone eine zentrale Empfehlung der Experten. Diese digitalen Helfer ergänzen die klassischen akustischen Signale und liefern konkrete Handlungsempfehlungen direkt auf das Display. Der Warntag bietet die ideale Gelegenheit, zu prüfen, ob die Apps korrekt konfiguriert sind und die Benachrichtigungen den Nutzer auch tatsächlich erreichen.
Eine technische Neuerung prägt den diesjährigen Probealarm: Erstmals wird auch eine Entwarnung über das System Cell Broadcast versendet. Um zu verhindern, dass die Bürger durch eine erneute, lautstarke Tonabfolge unnötig aufgeschreckt werden, haben sich die Verantwortlichen für eine reine Informationsmeldung entschieden. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Entwarnung – je nach Modell und individueller Einstellung des Mobiltelefons – lediglich als Text oder nur mit einem einfachen Systemton erscheint.
Detaillierte Hinweise im Internet
Damit die Meldungen reibungslos ankommen, sollten Nutzer ihre Smartphone-Einstellungen vorab kontrollieren. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) stellt hierfür auf seiner Internetseite detaillierte Hinweise zur richtigen Konfiguration für Cell Broadcast bereit.
Wer sicherstellen möchte, dass sein Gerät am Donnerstag ordnungsgemäß reagiert, findet dort unter dem Stichwort „Entwarnung“ alle notwendigen Informationen, um für zukünftige reale Schadenslagen gewappnet zu sein. (red)