"Moderne und zukunftsfähige Lernbedingungen"

Eine Million Euro günstiger als geplant: Erweiterte Brüder-Grimm-Schule eingeweiht

Mit einer Feierstunde in der Turnhalle inklusive anschließender Führung durch den Neubau ist die erweiterte Brüder-Grimm-Schule in Hanau offiziell eingeweiht worden. - Fotos: Stadt Hanau/Moritz Göbel


Sonntag, 08.03.2026

HANAU - Mit einer Feierstunde ist die erweiterte Brüder-Grimm-Schule in Hanau offiziell eingeweiht worden.

Gemeinsam feierten Schulgemeinde, Eltern, Projektbeteiligte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Stadt die Fertigstellung des Anbaus sowie die umfassend neugestaltete Außenanlage. Mit dem zweistöckigen Neubau ist die Schule im Innenstadtbezirk nun vierzügig aufgestellt und bietet ein bedarfsgerechtes Ganztagsangebot.

"Moderne und zukunftsfähige Lernbedingungen"


„Mit der Erweiterung der Brüder-Grimm-Schule setzen wir konsequent die Ziele unseres Schulentwicklungsplans um und schaffen moderne, zukunftsfähige Lernbedingungen für unsere Kinder“, sagte Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri im Rahmen der Eröffnung. „Der Neubau vereint pädagogische Funktionalität, Barrierefreiheit und energetische Qualität auf hohem Niveau und das bei einer deutlichen Unterschreitung der ursprünglich veranschlagten Kosten.“

Für den Neubau der Grundschule waren rund 6,9 Millionen Euro vorgesehen. Nach aktueller interner Hochrechnung wird die Maßnahme voraussichtlich mit knapp 5,9 Millionen Euro abschließen und damit rund eine Million Euro unter den veranschlagten Kosten bleiben. Das Amt für Bildung hat zusätzlich rund 306.400 Euro in die Innenausstattung investiert. Die Bauzeit begann nach dem Abbruch des eingeschossigen Bestandsgebäudes im November 2023. Im Dezember vergangenen Jahres konnte das zweigeschossige Gebäude fertiggestellt werden.

Zweigeschossiger Neubau bietet moderne Lern- und Betreuungsflächen


Der Anbau hat eine Nutzfläche von rund 1.500 Quadratmetern und wurde in Massivbauweise errichtet, ist nicht unterkellert und verfügt über wärme- sowie schallschutzgedämmte Außenwände. Ein Aufzug stellt die vollständige Barrierefreiheit sicher. Eine Dachbegrünung kombiniert mit einer Photovoltaikanlage ermöglicht die Eigennutzung des erzeugten Stroms. Klassen- und Differenzierungsräume sind natürlich be- und entlüftet und verfügen über eine zusätzliche Nachtauskühlung. Innenliegende Räume werden über ein zentrales Lüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung versorgt. Interaktive Tafeln in allen Klassenräumen unterstützen zeitgemäßen Unterricht.

Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem vier Räume für die Ganztagsbetreuung mit eigenem Büro, zwei Klassenräume, ein Differenzierungsraum, ein Inklusionsraum sowie barrierefreie Sanitäranlagen. Das Obergeschoss bietet weitere Klassenräume mit zugeordneten Differenzierungsräumen, zwei Intensivklassen, eine Vorklasse, Personal-Toiletten sowie einen großzügigen Raum für Unterrichtsmaterial. Die Ausrichtung der Klassenräume zum nördlich gelegenen Schulhof trägt zum Lärmschutz und zur Vermeidung sommerlicher Überhitzung bei.

„Ganztägige Bildung braucht Raum: für Unterricht, individuelle Förderung und gemeinsames Lernen“, so Schuldezernent Dr. Bieri. „Mit der neuen Raumstruktur stärken wir sowohl die pädagogische Qualität als auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

Neugestaltung des Schulhofs als Bewegungs- und Lernraum


Parallel zum neuen Anbau wird seit vergangenem Oktober auch die rund 3.700 Quadratmeter große Außenanlage grundlegend neugestaltet. Die bislang versiegelte Asphaltfläche in Teilen entsiegelt und mit versickerungsfähigem Ökopflaster versehen. Die Kosten für die Außenanlagen belaufen sich auf rund eine Million Euro. Die Arbeiten sollen im April vollständig abgeschlossen sein.

Das bestehende „Grüne Klassenzimmer“ bleibt erhalten und wird in das neue Gesamtkonzept integriert. Vorhandene Spielgeräte wie Klettergerüst, Tischtennisplatte, Rutsche und Turn-Reck wurden eingebunden und erweitert. Hinzu kommen unter anderem neue Fahrrad- und Rollerstellplätze, ein Bolzplatz vor der Turnhalle, ein Streetballfeld mit Basketballkorb, ein Gerätehaus für Kettcars und Roller, zwei Trampoline, ein Balancierparcours sowie zusätzliche Sitz- und Aufenthaltsbereiche mit Naturstein-Sitzstelen und Picknicktischen. Ein neuer Fahrradparcours unterstützt künftig die Verkehrserziehung.

"Ein Schulhof ist mehr als eine Pausenfläche"


Der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien- und Baumanagement (IBM) wird in diesem Jahr zudem noch den ehemaligen Haupteingang, unmittelbar neben den neuen Fahrrad- und Rollerstellplätzen, überarbeiten und reaktivieren, um der Schule wieder ihr ursprüngliches Entrée zurückzugeben.

„Ein Schulhof ist mehr als eine Pausenfläche. Er ist Bewegungsraum, sozialer Treffpunkt und Lernort zugleich“, sagt Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri. „Mit der Entsiegelung und der ökologischen Aufwertung schaffen wir nicht nur mehr Aufenthaltsqualität, sondern leisten auch einen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung.“ (red)

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