Hessens größtes Gymnasium wird erweitert: Stadt Hanau investiert rund 15,5 Millionen Euro
Freitag, 06.03.2026
HANAU - Mit einem symbolischen Spatenstich hat die Stadt Hanau den offiziellen Baubeginn für die Dependance II der Karl-Rehbein-Schule am Schlossplatz eingeläutet ...
Zahlreiche Gäste aus Politik, Verwaltung und Schule begleiteten den feierlichen Akt, mit dem eines der bedeutendsten aktuellen Schulbauprojekte der Stadt nun sichtbar in die Umsetzung geht. Bis zum Sommer 2028 entsteht hier ein moderner Erweiterungsbau für die Oberstufe mit einem Investitionsvolumen von rund 15,5 Millionen Euro.
„Mit diesem Neubau reagieren wir auf den steigenden Raumbedarf und schaffen zeitgemäße Lernbedingungen für unsere Schülerinnen und Schüler und sehr gute Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte“, sagte Bürgermeister und Schuldezernent Dr. Maximilian Bieri im Rahmen der Veranstaltung. „Wir investieren hier in zusätzliche Klassenräume und in die Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Schulstandorts.“
Neubau bietet Raum für 17 Klassen der Oberstufe
Der Neubau mit einer Nutzfläche von rund 2.600 Quadratmetern entsteht in der historischen Altstadt. Geplant ist ein dreigeschossiges Gebäude in Massivbauweise mit Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss mit teilweiser Unterkellerung. Insgesamt werden 17 Klassenräume für die Oberstufe geschaffen, dazu kommen weitere verschiedene Verwaltungs-, Aufenthalts- und Nebenräume.
Architektonisch gliedert sich das Gebäude in zwei Baukörper: Ein Satteldachbau mit Sandsteinfassade zum Schlossplatz hin nimmt Bezug auf das denkmalgeschützte Umfeld der Hanauer Altstadt und bleibt in seiner Höhe unterhalb der benachbarten Alten Kanzlei. Zum Fronhof hin entsteht ein moderner Flachdachbau mit Putzfassade, Fassadenbegrünung und begrüntem Dach. Beide Gebäudeteile werden durch eine zentrale, lichtdurchflutete Halle miteinander verbunden.
"Spatenstich ist ein starkes Signal"
„Für unsere
Schulgemeinde ist dieser Spatenstich ein starkes Signal“, sagte Stephan
Rollmann, Schulleiter der Karl-Rehbein-Schule. „Die neue Dependance wird
den Unterricht der Oberstufe räumlich bündeln und damit den Schulalltag
deutlich erleichtern.“ Zugleich betonte er: „Wir gewinnen nicht nur
zusätzliche Räume, sondern auch eine Lernumgebung, die pädagogisch und
architektonisch überzeugt.“
Im Erdgeschoss sind unter anderem
sieben Klassenräume, ein Lehrerstützpunkt, Schüler-Sanitäranlagen, eine
barrierefreie Toilette sowie ein Aufzug vorgesehen. Eine offene
Verbindungstreppe führt in die oberen Geschosse. Im ersten Obergeschoss
befinden sich im vorderen Gebäudeteil die Verwaltung sowie
Personalräume, im hinteren Teil weitere sechs Klassenräume mit
zugehörigen Nebenräumen. Das Dachgeschoss bietet zusätzliche
Klassenräume, darunter einen flexibel nutzbaren Raum für schulische
Veranstaltungen, sowie eine geplante Dachterrasse in Richtung Fronhof.
Im Untergeschoss sind unter anderem die Lüftungszentrale,
Hausanschlussräume, Lagerflächen und Schließfächer untergebracht.
Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Fokus
Ein
besonderer Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz:
Die Wärmeversorgung erfolgt über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt
durch eine Photovoltaikanlage. Dach- und Fassadenbegrünungen sowie eine
Lüftungsanlage mit Nachtauskühlung zur passiven Absenkung der
Raumtemperaturen im Sommer tragen zusätzlich zu einem klimafreundlichen
Betrieb bei.
Die Umsetzung der Maßnahme für die
Karl-Rehbein-Schule hat der städtische Eigenbetrieb Hanau Immobilien-
und Baumanagement (IBM) in Zusammenarbeit mit dem städtischen Amt für
Bildung übernommen. (red)


