Familienvater wegen seltener Krankheit vollständig gelähmt: Familie geht in die Offensive
Dienstag, 10.03.2026
von Redaktion Kinzig News
GELNHAUSEN - Für Bahattin Aslan aus Gelnhausen ist eine Spendenaktion gestartet worden. Die Familie sammelt Geld für Therapien, Hilfsmittel und eine mögliche private neurologische Reha. Das Ziel des Aufrufs liegt bei 30.000 Euro, nach Angaben der Initiatorin sind bislang fast 7000 Euro zusammengekommen.
Wie es im Spendenaufruf heißt, erkrankte Aslan im Mai 2024 am Guillain-Barré-Syndrom. Dabei handelt es sich um eine seltene Autoimmunerkrankung, die die Nerven angreift. Nach Angaben der Familie war er von einem Tag auf den anderen vollständig gelähmt und musste akutmedizinisch behandelt werden.
Krankenkasse zahlt Therapien nur in geringem Maße
Seitdem kämpft der Vater laut dem Aufruf um mehr Selbstständigkeit im Alltag. Die Familie schreibt, dass die Krankenkasse notwendige Therapien für zu Hause nicht in ausreichendem Umfang übernehme. Deshalb müssten Trainingsgeräte, Bewegungstrainer und weitere Hilfsmittel selbst finanziert werden.
Erschwert werde die Lage zusätzlich durch einen multiresistenten Keim. Nach Angaben der Familie lehnen deshalb viele Reha-Kliniken eine Aufnahme ab. Als Hoffnung nennt sie eine private neurologische Reha als Selbstzahler oder intensive Therapien in den eigenen vier Wänden.
Tägliche Physio und neurologisches Training als Wunsch
Mit den Spenden sollen unter anderem tägliche Physiotherapie, neurologisches Training, Trainingsgeräte, weitere Hilfsmittel und ein Lifter bezahlt werden. Dieser soll dabei helfen, Bahattin Aslan zu mobilisieren und ihm wieder mehr Teilhabe am Alltag zu ermöglichen.
Die Spendenkampagne wurde von Pinar Demircan aus Gelnhausen ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Versorgung des Familienvaters zu verbessern und ihm ein selbstständigeres Leben zu ermöglichen. (red)