UPDATE: Nach Messerattacke in Hanau - 25-Jähriger erliegt seinen schweren Verletzungen
Mittwoch, 08.04.2026
HANAU - Ein Streit zwischen jungen Männern war am Montagabend (9. März) in einem Hanauer Bus eskaliert: Dabei erlitt ein 25-Jähriger lebensbedrohliche Verletzungen ...
UPDATE vom 8. April
Der 25 Jahre alte Mann lag für mehrere Wochen im Koma, ehe er Ende März seinen schweren Verletzungen erlag.
"Bisherigen Ermittlungen zufolge dürften die schweren Verletzungen, die er im Zuge der Auseinandersetzung erlitten hatte, todesursächlich gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die dortige Kriminalpolizei ermitteln daher mittlerweile wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes", heißt es am heutigen Mittwoch aus dem Polizeipräsidium Südosthessen.
Ursprungsmeldung vom 9. März
Wie die Pressestelle des Polizeipräsidiums Südosthessen mitteilt, konnten Polizeibeamte im Rahmen der Fahndung zeitnah einen 17-jährigen Tatverdächtigen vorläufig festnehmen. Die Staatsanwaltschaft Hanau und die Kriminalpolizei haben Ermittlungen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts eingeleitet.
So soll es gegen 18.20 Uhr zunächst zu Streitigkeiten in einem Bus zwischen dem 17-Jährigen sowie dem späteren Opfer und einem weiteren Begleiter gekommen sein. In der Folge, so die bisherigen Erkenntnisse, entwickelte sich daraus eine körperliche Auseinandersetzung. In deren Verlauf soll der Tatverdächtige mit einem Messer auf den 25-Jährigen losgegangen sein und ihm lebensbedrohliche Verletzungen zugefügt haben. Rettungskräfte brachten den 25-Jährigen umgehend in eine Klinik.
Handschellen klickten
Der Verdächtige entfernte sich anschließend zunächst vom Tatort, konnte jedoch kurz darauf im Rahmen der Fahndung von Polizeibeamten vorläufig festgenommen werden. Staatsanwaltschaft und Polizei gehen mittlerweile davon aus, dass sich die Beteiligten kennen und es bereits im Vorfeld mehrfach zu Streitigkeiten zwischen ihnen kam.
War es Notwehr?
"Im Rahmen der polizeilichen Ermittlungen wurden die Aufzeichnungen der Videoschutzanlage ausgewertet. Nach derzeitiger Bewertung kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich der 17-Jährige in einer Notwehrsituation befand. Zudem ergaben die bisher geführten Ermittlungen, dass eine weitere Person, ein 23 Jahre alter Mann, ebenfalls durch den Tatverdächtigen während der Tatausführung leicht verletzt worden sein soll", gibt die Polizei am Dienstag, 10. März, ein Update. (red)