Grimmstädter reisen mit breiter Bruster ins Saarland

Topspiel: HSG Hanau fordert Spitzenreiter HG Saarlouis auswärts heraus

Wollen auch beim Tabellenführer Saarlouis überzeugen: Lukas Böhm und die HSG Hanau. - Foto: HSG Hanau


Freitag, 13.03.2026

HANAU / SAARLOUIS - Topspiel-Wochenende in der 3. Handball-Liga ...

Am Samstagabend (19:30 Uhr) ist die HSG Hanau als Tabellendritter der Staffel Süd-West beim Spitzenreiter HG Saarlouis zu Gast. Nach sechs Siegen in Serie können Bergold, Kleemann & Co. mit viel Selbstvertrauen in der Stadtgartenhalle anreisen, doch die Partie gegen die Ausnahmemannschaft der aktuellen Saison wird für die Grimmstädter kein leichtes Unterfangen. Zudem dürfte die Kulisse, mit weit über 1000 erwarteten Handballfans eines Topspiels würdig werden.

"Saarlouis ist unangefochtener Spitzenreiter"


„Saarlouis hat bislang nur zwei Spiele in dieser Saison verloren und ist der unangefochtene Spitzenreiter – da wird uns eine ausverkaufte Halle erwarten“, so HSG-Cheftrainer Axel Spandau. „Aber wir haben eine breite Brust, konnten die letzten sechs Spiele gewinnen und wollen diesen Einstellung auch in Saarlouis demonstrieren.“

Zuletzt zeigte die Formkurve bei der HSG Hanau deutlich nach oben. Mit 12:2 Punkten seit der Winterpause kletterten die Brüder-Grimm-Städter bis auf Rang 3 der Staffel Süd-West und haben nun ein echtes Topspiel vor der Brust. Die Bilanz der Gastgeber ist allerdings herausragend: Seit 14 Spielen ist das Team von HG-Coach Jörg Lützelberger ungeschlagen, gewann zahlreiche Begegnungen mit klarem Abstand. Auch Spandaus Ex-Club, die HSG Dutenhofen/Münchholzhausen II hat sich davon bereits ein Bild machen können.

Im letzten Heimspiel warf Saarlouis den damaligen Tabellendritten kurzerhand mit 19 Toren Differenz aus der Halle. „Das wollen wir auf gar keinen Fall zulassen und Saarlouis richtig fordern“, gibt Spandau das Tempo vor. „Das ist der Ehrgeiz, den wir als Mannschaft haben.“

Große Aufgabe gegen die Ausnahmemannschaft der Liga


Das klare Ziel des Saarlouiser Handballprojektes: Der Aufstieg in die 2. Liga. Dafür wurde der Verein auch im Winter noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv: Für den langzeitverletzten Polen Hubert Kornecki wurden kurzerhand die beiden Schweden Zeb Bjerneld und Olle Österhall in das Saarland gelotst. „Das sind beides wirklich hervorragende Handballer. Bjerneld im rechten Rückraum und Österhall als umsichtiger und schnellbeiniger Spielmacher auf Rückraum Mitte“, erklärt Spandau und fügt hinzu: „Die beiden haben die Mannschaft nicht schlechter gemacht. Im Gegenteil. Sie haben sie noch besser gemacht.“ Bester Werfer der HG ist der ehemalige Bundesligaakteur Yves Kunkel mit 153 Saisontoren.

"Das wird eine riesige Aufgabe für uns"


Spandau rechnet in Saarlouis mit einer offensiven 3:2:1-Deckung der Hausherren, die von der HG sehr mannbezogen und zweikampfintensiv interpretiert wird. „Dagegen müssen wir uns viel bewegen, vor allem ohne Ball“, so Spandau. „Das wird eine riesige Aufgabe für uns, aber wir können nun einmal sehen, wo wir im Vergleich zum Tabellenführer stehen.“ Das Hinspiel in Hanau verlor die HSG im letzten Oktober mit 25:32, zeigten dabei aber eine leidenschaftliche Leistung, die der Hanauer Coach auch Samstagabend von seinem Team wieder sehen will.

„Saarlouis ist sicherlich ein extrem schwieriger Gegner und nicht ohne Grund Tabellenführer“, meint HSG-Rückraumspieler Ben Scharriär. „Trotzdem freuen wir uns, vor einer extrem geilen Kulisse dort spielen zu dürfen. Ich denke, das wird eine Begegnung, die eines Spitzenspiels würdig ist.“

Das nächste Heimspiel bestreitet die HSG Hanau am Samstag, 28. März. Dann zu Gast: Das HLZ Friesenheim-Hochdorf II. (red)

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