Mainz: Ehemalige Erzieherin und Instagram-Star widmet sich süßer Leidenschaft
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Sonntag, 15.03.2026
von Redaktion Kinzig News
MAINZ - Vom digitalen Back-Tutorial direkt in die Mainzer Altstadt: Mitte März wagt Michelle Mignogna den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnet in der Gaustraße ihr erstes eigenes Geschäft „Cukki – Cookies & Coffee“. Die 34-Jährige setzt dabei auf ein spezialisiertes Konzept, das handwerkliche Qualität mit moderner To-Go-Kultur verbindet.
Michelle Mignogna ist in der digitalen Backszene längst keine Unbekannte mehr. Über 11.000 Follower verfolgen auf Instagram regelmäßig, wie die Mainzerin aufwendige Torten und Kekse kreiert. Nun macht sie ihre Leidenschaft zum Hauptberuf. Wie das Stadtportal Neu in Mainz berichtet, gab die ehemalige Erzieherin bereits im Januar ihre bisherige Anstellung auf, um sich rundum auf die Eröffnung unter den Arkaden in der Gaustraße 59 zu konzentrieren.
Handwerkliche Leidenschaft trifft auf harte Vorbereitung
Der Weg zum eigenen Laden war für die Gründerin mit Fleiß und bürokratischen Hürden verbunden. Da das Backen in Deutschland als klassisches Handwerk gilt, absolvierte Mignogna eine entsprechende Prüfung bei der Handwerkskammer. Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase, in der sie ihre Rezepte im Familienkreis perfektionierte, spezialisierte sie sich bewusst auf eine Produktgruppe. Das Sortiment umfasst große, kleine und gefüllte Cookies sowie Protein-Varianten, die preislich zwischen 4,00 und 4,90 Euro liegen.
Zusätzlich zum Keks-Sortiment bietet „Cukki“ Heiß- und Kaltgetränke wie Kaffee und Matcha an. Mignogna tüftelt derzeit noch an der Erweiterung der Speisekarte, um künftig auch vegane und glutenfreie Optionen anbieten zu können. Der Fokus liegt dabei klar auf der Frische: Alle Varianten backt die Inhaberin selbst vor Ort in der gläsernen Produktion.
Umbau in prominenter Lage: Fokus auf Versand und Mitnahme
Die Räumlichkeiten in der belebten Gaustraße, in denen zuvor das Café „Delicious and More“ ansässig war, wurden für das neue Konzept grundlegend umgestaltet. Auf den 60 Quadratmetern Ladenfläche dominiert nun der Produktions- und Verpackungsbereich. Sitzplätze suchen Kunden vergeblich, denn das Geschäft ist konsequent auf den To-Go-Verkauf ausgelegt. Mignogna sieht in der Lage einen strategischen Vorteil, da viele Passanten auf dem Weg in die Innenstadt die Ladenfront passieren.
Neben dem direkten Verkauf spielt der digitale Handel eine zentrale Rolle im Geschäftsmodell. Bestellungen aus dem eigenen Onlineshop sollen nach Möglichkeit noch am selben Tag den Versandbereich verlassen. Den Start in die Selbstständigkeit bestreitet die 34-Jährige zunächst als Einzelunternehmerin. Erst wenn sich der Erfolg stabilisiert, plant sie, Angestellte für die Produktion und den Verkauf einzustellen. (red)