Schrottauto mit frischer Plakette: Polizei stoppt gefährlichen VW auf der Autobahn
Dienstag, 31.03.2026
von Redaktion Kinzig News
PFUNGSTADT - Eine Streife der Verkehrsinspektion staunte nicht schlecht, als sie am 20. März ein Auto auf der A67 kontrollierte: Ein Volkswagen in erschreckendem Zustand, der laut Fahrer gerade erst frisch durch die Hauptuntersuchung gekommen war.
Der 50-jährige Fahrer zeigte sich noch überzeugt: Die Prüfung sei „ganz neu“. Und tatsächlich bestätigten die Ermittlungen zunächst das Unglaubliche. Nur wenige Stunden zuvor hatte das Fahrzeug eine Plakette „ohne Mängel“ erhalten.
Beamte werden stutzig: Im Cockpit blinken Warnleuchten
Doch schon der erste Blick der Beamten erzählte eine ganz andere Geschichte. Im Cockpit blinkten ABS/ESP-Warnleuchten, die Fahrertür konnte nicht geöffnet werden – und das war nur der Anfang. Für die Polizisten war schnell klar: Dieses Auto darf nicht weiterfahren.
Der VW wurde daraufhin von einem unabhängigen Sachverständigen genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis liest sich wie ein Albtraum für jeden Autofahrer: 47 teils massive Mängel.
Die Mängelliste bricht nicht ab: Fahrzeug "ohne Mängel" aus dem Verkehr gezogen
Drei von vier Federn waren gebrochen, beide Schweller nahezu komplett durchgerostet und Längsträger unsachgemäß repariert oder durchgerostet. Weiterhin waren mehrere Bremsleitungen korrodiert, die Auspuffanlage undicht und ein erheblicher Ölverlust des Motors offensichtlich. Die ABS/ESP-Systeme waren ohne jegliche Funktion.
Kurz gesagt: Dieses Auto hätte niemals auf die Straße gehört. Ein Fall, der Fragen aufwirft: Wie konnte ein derart marodes Fahrzeug überhaupt eine frische Hauptuntersuchung bestehen? Für die Polizei ist klar: Ohne die Kontrolle hätte das für andere Verkehrsteilnehmer gefährlich enden können.