Warum Fußball-Weltmeister Christoph Kramer gegen Amazon Prime austeilt
Mittwoch, 08.04.2026
von Redaktion Kinzig News
DEUTSCHLAND - Christoph Kramer fühlt sich bei seinen Einsätzen als TV-Experte für Amazon Prime offenbar nicht in jeder Hinsicht wohl. Vor dem Champions-League-Spiel zwischen Bayern München und Real Madrid machte der Ex-Nationalspieler deutlich, dass ihn vor allem die Kleidervorgaben des Senders nerven.
Kramer war vor dem Viertelfinal-Hinspiel in Madrid erneut für Amazon Prime im Einsatz. Kurz vor dem Abflug sprach er im Podcast „Copa TS“ von Tommi Schmitt darüber, dass ihn bei solchen Terminen nicht nur Analyse und Reise beschäftigen, sondern auch die Outfit-Regeln des Senders.
Wie aus den dort wiedergegebenen Aussagen hervorgeht, stört ihn besonders, dass bestimmte Sneaker bei den Prime-Übertragungen tabu sein sollen. „Bei Prime muss man schon so ein bisschen gucken. Die verbieten schon viel“, sagte Kramer. Seine Verwunderung über das Schuh-Thema machte er ebenfalls deutlich: „Wo darf man keine Sneaker anziehen?“
Kramer hält die Regeln für überholt
Besonders schwer fällt Kramer nach eigener Darstellung der insgesamt schickere Look, den Amazon Prime offenbar erwartet. Er sagte, der Stil passe nicht wirklich zu ihm und wirke auf ihn eher aufgesetzt.
Noch deutlicher wurde er beim Blick auf den Ursprung der Vorgaben. Diese kämen aus England, sagte Kramer, und seien aus seiner Sicht längst nicht mehr zeitgemäß. Sein Fazit fiel entsprechend scharf aus: Der Dresscode sei „sowas von überholt“.
Ärger per Mail und Frust vor großen TV-Abenden
Nach seinen Schilderungen bleibt es nicht bei bloßem Unmut. Kramer sagte, er werde bei unpassender Kleidung regelmäßig per E-Mail ermahnt. Dadurch müsse er vor seinen Prime-Einsätzen deutlich mehr Energie in die Kleiderwahl stecken, als ihm lieb sei.
Der Zeitpunkt ist durchaus bemerkenswert. Gerade bei großen Champions-League-Abenden setzt Amazon Prime auf prominente Namen und eine klar definierte TV-Optik. Kramer gehört dort inzwischen zum festen Expertenkreis und war auch vor dem Spiel von Bayern München gegen Real Madrid wieder eingeplant.
Kritik mit viel Alltagsfrust
Seine Aussagen wirken deshalb nicht wie ein PR-Gag, sondern eher wie echter Alltagsfrust eines Experten, der sich mit den Spielregeln des TV-Geschäfts schwertut. Dass er das ausgerechnet im Podcast so offen anspricht, macht die Sache umso bemerkenswerter.
Unterm Strich bleibt vor allem diese Botschaft hängen: Kramer hat kein grundsätzliches Problem mit seinem Job bei Amazon Prime, wohl aber mit einem Stil-Korsett, das für ihn nicht mehr in die Zeit passt. Oder, wie er es selbst formulierte: „Wir sind in 2026.“ (red)