Zittersieg in Wolfsburg

Trotz drei Punkten: Warum die Eintracht weiterhin vor einem Rätsel steht

Eintracht Frankfurt nach Sieg in Wolfsburg ratlos. (Symbolfoto) - Foto: Joshua Ziß/Unsplash


Montag, 13.04.2026
von Redaktion Kinzig News

FRANKFURT AM MAIN - Eintracht Frankfurt hat mit dem 2:1 beim VfL Wolfsburg zwar drei wichtige Punkte geholt. Doch trotz des Erfolgs bleibt eine zentrale Frage offen: Warum verliert die Mannschaft nach starken ersten Halbzeiten immer wieder den Zugriff auf das Spiel und bringt Gegner damit zurück?

Vor der Pause trat Frankfurt dominant, aktiv und zielstrebig auf. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie jedoch erneut. Die Eintracht wurde passiver, verlor an Präsenz und ließ Wolfsburg zurück ins Spiel kommen. Am Ende stand zwar der Sieg, überzeugend wirkte das Gesamtbild aber erneut nur über eine Halbzeit.

Wie die Bild-Zeitung berichtet, findet selbst Jonathan Burkardt dafür keine klare Erklärung. Der Stürmer sagte: „Um ehrlich zu sein, nervt mich das auch sehr.“ Aus seiner Sicht weiß die Mannschaft eigentlich, woran es liegt, wird dann aber trotzdem plötzlich passiv, spielt lange Bälle und ist auf die zweiten Bälle nicht mehr präsent.

Starke erste Hälfte, erneuter Bruch danach

Gerade dieser Gegensatz machte den Wolfsburg-Auftritt so auffällig. In der ersten Hälfte zeigte die Eintracht, wie viel Qualität in ihr steckt: viel Ballbesitz, hohes Tempo, Zielstrebigkeit und kaum Zugriff für den Gegner. Burkardt hob genau diese Phase ausdrücklich hervor und verwies darauf, wie dominant Frankfurt vor der Pause gewesen sei.

Umso gravierender fiel der Einbruch nach der Pause aus. Wolfsburg bekam mehr Zugriff, Frankfurt verlor an spielerischer Kontrolle und musste das Ergebnis am Ende eher über die Linie retten als souverän verwalten. Dass trotzdem gewonnen wurde, sorgte intern vor allem für Erleichterung.

Auch Krösche sieht weiter Baustellen

Markus Krösche bewertete den Auftritt ähnlich zweigeteilt. Der Sportvorstand lobte die erste Halbzeit als fußballerisch stark und verwies auf die schönen Tore. In der zweiten Hälfte habe seine Mannschaft zwar letztlich gut verteidigt, die spielerischen Momente aus dem ersten Durchgang hätten aber gefehlt.

Damit bleibt nach dem Auswärtssieg ein vertrautes Bild: Frankfurt holt Punkte, ohne die eigenen Probleme zu verbergen. Gerade nach den vergangenen Wochen, in denen Führungen teils noch verspielt wurden, dürfte das 2:1 deshalb eher als Befreiungsschlag im Ergebnis denn als vollständige sportliche Antwort gewertet werden.

Gegen Leipzig muss mehr Konstanz her

Der Blick richtet sich nun direkt auf das nächste Spiel gegen Leipzig. Krösche formulierte die Erwartung schon klar. Frankfurt müsse dort wieder so auftreten wie in Wolfsburg vor der Pause. Sein Wunsch in Kurzform: „Dass wir gut Fußball spielen.“

Für die Eintracht ist damit die Aufgabe klar umrissen. Die Qualität für dominante Phasen ist sichtbar. Der nächste Schritt muss nun sein, dieses Niveau nicht nur 45 Minuten, sondern endlich einmal über ein ganzes Spiel zu halten. (red)

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