Es geht um viele Millionen: Warum Eintracht Frankfurt auf einen Abstieg hofft
Mittwoch, 15.04.2026
von Redaktion Kinzig News
FRANKFURT AM MAIN - Arnaud Kalimuendo entwickelt sich für Eintracht Frankfurt immer mehr zum Glücksgriff. Seit seinem Winterwechsel hat sich der 24-Jährige schnell in die Mannschaft eingefügt und seinen Wert in mehreren Rollen nachgewiesen. Beim 2:1 in Wolfsburg traf der Angreifer bereits zum sechsten Mal für die Hessen, dazu kommt sein starker Einsatz gegen den Ball.
Wie die Bild-Zeitung berichtet, gilt Kalimuendo intern sogar als „perfektes Match“. Genau deshalb wollen die Verantwortlichen den Leihspieler über den Sommer hinaus in Frankfurt halten. Das Problem liegt allerdings in den finanziellen Bedingungen.
Aktuelle Kaufoption offenbar nicht zu stemmen
Nach den vorliegenden Informationen enthält das Leihgeschäft eine Kaufoption in Höhe von rund 27 Millionen Euro. Diese Summe soll für Eintracht im Sommer kaum darstellbar sein. Ein direktes Ziehen der Klausel gilt dem Bericht zufolge deshalb derzeit als nahezu ausgeschlossen.
Das macht die Lage kompliziert, obwohl sportlich vieles für einen Verbleib spricht. Selbst aus Nottingham war zuletzt zu hören, Kalimuendo werde im Sommer erst einmal zurückkehren. In Frankfurt dürfte das aber eher als Zwischenstand denn als endgültige Entscheidung verstanden werden.
Krösche dürfte auf neuen Poker setzen
Statt die Kaufoption einfach zu ziehen, deutet vieles offenbar auf neue Verhandlungen hin. Sportvorstand Markus Krösche soll laut Bericht darum kämpfen, Kalimuendo trotzdem fest zu verpflichten – nur eben zu anderen Konditionen.
Das Muster wäre in Frankfurt nicht neu. Auch bei Rasmus Kristensen war eine zunächst hoch wirkende Kaufoption am Ende nicht der tatsächliche Endpreis. Entscheidend war damals auch der klare Wunsch des Spielers. Genau auf ein ähnliches Szenario dürfte Eintracht nun auch bei Kalimuendo hoffen.
Abstiegsfrage könnte Frankfurt helfen
Eine wichtige Rolle könnte dabei die Lage von Nottingham Forest spielen. Sollte der Klub sportlich weiter unter Druck geraten, könnte das die Verhandlungsposition der Frankfurter verbessern und den Preis senken.
Nach dem Bericht ist für Kalimuendo in Frankfurt sogar schon weitergedacht worden. Demnach soll ein langfristiger Vertrag bis 2031 vorbereitet sein. Das zeigt: Am Willen der Eintracht scheitert der Deal derzeit nicht – sondern vor allem am Preis. (red)