LANGENSELBOLD

Berührungsängste abbauen: Feuerwehr sammelt Christbäume ein und sucht Gespräche mit Bürgern

Foto: GNZ

Dienstag, 14.01.2020
von Gelnhäuser Neue Zeitung

Bei bestem Wetter hat die Langenselbolder Feuerwehr am Samstag ausge­diente Christbäume eingesammelt. Rund 70 Mitglieder beteiligten sich an der Aktion – ein Rekord. Erschwert wurde die Arbeit durch das „Sterben der landwirtschaftlichen Betriebe“, berichtete Pressesprecher Andreas Mohn. Die Feuerwehr leide generell unter dem schwindenden Kontakt mit den Einwohnern.

1973 rief die Feuerwehr die Sammelaktion ins Leben, weil ausgediente Christbäume eine erhebliche Brandgefahr darstellen: „Sie trocknen seit Wochen und durch die Harze an den Nadeln sind sie leicht entzündlich und leicht brennbar“, erklärte Pressesprecher Andreas Mohn im Gespräch. „Früher sind die ausgedienten Bäume einfach in der Gemarkung entsorgt oder verbrannt worden, was allerdings nicht immer besonders sicher und umweltfreundlich ablief.“

Mohn: Bürger werden immer distanzierter

Ein weiteres Ziel des Angebots ist es, soziale Kontakte mit den Langenselbolder Bürgern zu pflegen und für eine Mitgliedschaft zu werben. Hier zeigten sich zu Mohns Bedauern die ersten Folgen der negativen Entwicklung in den vergangenen Jahren. „Die Leute werden immer distanzierter. Früher haben sie uns den Baum teilweise entgegengebracht, samt einer Spende, und man kam ins Gespräch. Heute stehen die Bäume manchmal sogar an Straßenecken gesammelt bereit, ohne dass jemand auf uns wartet. Es ist schade, dass unser Angebot als Selbstverständlichkeit betrachtet wird.“+++

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