Nach Seuchenjahr: Eintracht-Frankfurt-Hoffnungsträger zurück auf Trainingsplatz
Samstag, 18.04.2026
von Redaktion Kinzig News
FRANKFURT AM MAIN - Nach zwei schweren Knieverletzungen binnen eines Jahres macht Kaua Santos bei Eintracht Frankfurt offenbar spürbare Fortschritte. Der Torwart steht wieder auf dem Trainingsplatz und soll zum Start der Sommervorbereitung in guter Verfassung zurück sein.
Hinter Kaua Santos liegt eine Saison, die ihn sportlich wie körperlich hart getroffen hat. Am 17. April 2025 riss sich der Frankfurter Torwart im Europa-League-Rückspiel gegen Tottenham das hintere Kreuzband im rechten Knie. Anfang März dieses Jahres folgte dann an derselben Stelle die nächste schwere Blessur, diesmal am Innenband.
Nun deutet sich aber eine Wende an. Wie die Bild-Zeitung berichtet, ist das Knie inzwischen verheilt, Santos arbeitet wieder auf dem Platz und absolviert mit Torwarttrainer Jan Zimmermann bereits spezifische Übungen. Dazu gehören demnach Ballaktionen, Richtungswechsel und kontrollierte Sprünge.
Comeback zur Vorbereitung angepeilt
Der Plan bei Eintracht ist offenbar klar: Santos soll zur Sommervorbereitung wieder voll belastbar sein. In der laufenden Saison bleibt Michael Zetterer zwar im Tor, für die kommende Spielzeit wird der Brasilianer intern aber weiter als ernsthafte Nummer eins eingeplant.
Das zeigt, dass der Klub trotz der Rückschläge weiter an das Potenzial des 23-Jährigen glaubt. Hoffnung macht dabei wohl auch, dass Santos eine komplette Vorbereitung mitmachen könnte und die Mannschaft unter Trainer Albert Riera inzwischen stabiler wirkt.
Rückschläge offenbar gut verarbeitet
Auffällig ist laut Bericht vor allem, wie Santos mit den Verletzungen umgeht. Statt sich hängen zu lassen, soll der 1,96 Meter große Keeper schnell wieder nach vorn geschaut haben. Demnach organisierte er sich in Abstimmung mit dem Verein sogar zusätzlich einen Athletiktrainer und habe sich mental eher gefestigt als zurückgeworfen gezeigt.
Diese Widerstandsfähigkeit dürfte in Frankfurt besonders aufmerksam registriert worden sein. Denn sportlich hatte Santos in dieser Saison auch unabhängig von den Verletzungen mit Problemen zu kämpfen. Zu viele Unsicherheiten und Fehler ließen sein Spiel zwischenzeitlich wackelig wirken.
Eintracht sieht keine grundsätzliche Anfälligkeit
Immerhin gibt es intern offenbar keine allzu große Sorge, dass Santos grundsätzlich verletzungsanfällig sein könnte. Beide Knieverletzungen sollen nach den vorliegenden Informationen bei Zusammenstößen entstanden sein, also nicht ohne Fremdeinwirkung.
Auch körperliche Ungleichgewichte, die solche Blessuren begünstigen könnten, sollen nicht festgestellt worden sein. Bei Eintracht setzt man deshalb darauf, dass Santos in der neuen Saison sportlich und gesundheitlich einen echten Neustart hinlegt. (red)