Persönliche Premiere mit über 90

Über sieben Millionen Aufrufe auf Instagram: Warum diese Nonne ein Internet-Hit ist

Schwester Irmingard erlebt mit 92 Jahren eine absolute Premiere. - Foto: Screenshot Instagram/Arenberger.Dominikanerinnen


Freitag, 01.05.2026
von Redaktion Kinzig News

KOBLENZ - Schwester Irmingard wollte offenbar nur einen Döner probieren. Am Ende wurde daraus ein Internetmoment, der Millionen Menschen erreichte. Die 92-Jährige gehört zum Dominikanerinnen-Konvent Arenberg in Koblenz und war mit weiteren Ordensfrauen nach einer Pilgerfahrt in einem Dönerladen in Mülheim-Kärlich eingekehrt.

Die eigentliche Quelle ist ein Instagram-Video des Konvents. In dem Clip beißt Schwester Irmingard in das Fladenbrot und sagt auf die Frage, wie es ihr schmecke: „Ich bin ganz begeistert.“

Nach Pilgerfahrt in den Dönerladen

Hintergrund des Besuchs war nach Angaben des Konvents eine Pilgerreise nach Trier. Am Ende des Tages wollten die Ordensfrauen gemeinsam essen gehen. Weil einige Teilnehmerinnen in ihrer Mobilität eingeschränkt waren, fiel die Wahl auf einen Dönerladen in einer Gewerbezone mit besseren Parkmöglichkeiten.

So landeten acht Schwestern im „Firat Kebap Haus“ in Mülheim-Kärlich. Dort wurden sie nach eigener Darstellung freundlich aufgenommen und verköstigt. Nicht nur Schwester Irmingard, sondern auch die 89-jährige Schwester Hildegunde probierte dort erstmals Döner.

Millionen Klicks für ein Dönervideo

Der kurze Clip entwickelte sich schnell zum viralen Erfolg. Über Nacht erreichte das Video rund 1,2 Millionen Aufrufe. Mittlerweile steht es bei über acht Millionen Views – ein absoluter, viraler Hit - wie man heutzutage sagen würde. Auch die Schwestern selbst reagierten darauf sichtbar überrascht.

Besonders charmant: Schwester Irmingard zeigte sich über ihre plötzliche Bekanntheit verwundert. Laut dpa sagte sie sinngemäß, von all diesen Menschen würden sie doch höchstens zehn kennen.

Warum das Video funktioniert

Der Erfolg des Clips liegt weniger im Döner selbst als im Moment. Eine 92-jährige Ordensfrau probiert etwas Alltägliches zum ersten Mal, reagiert offen, neugierig und herzlich – genau diese Mischung macht das Video so teilbar.

Dazu kommt der Kontrast: Klosteralltag, Pilgerfahrt, Gewerbegebiet und Dönerladen treffen aufeinander. Heraus kommt keine große Inszenierung, sondern ein kleiner, menschlicher Augenblick. Genau solche Szenen funktionieren in sozialen Netzwerken oft besser als perfekt geplante Kampagnen. (red)

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