Drastische Maßnahme

Verbot mit Ausnahmen: Das ist ab heute am Frankfurter Hauptbahnhof nicht mehr erlaubt

Drastisches Verbot ab 1. Mai am Frankfurt Hauptbahnhof. (Symbolfoto) - Foto: Pixabay/Nikolai Kosolov


Freitag, 01.05.2026
von Redaktion Kinzig News

FRANKFURT AM MAIN - Die Deutsche Bahn führt am Frankfurter Hauptbahnhof ein Alkoholkonsumverbot ein. Nach Angaben des Unternehmens soll die Maßnahme das Sicherheitsgefühl im Gebäude verbessern und für mehr Ruhe und Sauberkeit sorgen.

Das Verbot gilt ab Freitag, 1. Mai, im gesamten Hauptbahnhof einschließlich Bahnhofsgelände, Zuwegen und Bahnsteigen. Nicht mehr erlaubt ist es dann, Alkohol im Bahnhof zu trinken oder alkoholische Getränke bei sich zu haben, wenn sie offensichtlich für den Konsum vor Ort gedacht sind.

Gastronomie bleibt ausgenommen

Wer im Bahnhof in Restaurants oder auf zugehörigen Gastroflächen Alkohol trinkt, ist von der Regelung nicht betroffen. Auch verschlossene alkoholische Getränke dürfen weiter mitgeführt werden, wenn sie etwa nach einem Einkauf nach Hause gebracht werden und nicht für den direkten Verzehr im Bahnhof bestimmt sind.

Die Bahn verweist darauf, mit der neuen Regelung auf Wünsche von Reisenden und Besuchern zu reagieren, die sich mehr Ruhe und Sicherheit im Hauptbahnhof wünschen. Entsprechende Hinweise sollen im Bahnhof angebracht werden.

Erst informieren, dann sanktionieren

Kontrolliert wird das Verbot von Mitarbeitenden der DB Sicherheit. Zum Start ist eine 14-tägige Einführungsphase vorgesehen. In dieser Zeit sollen Reisende und Besucher zunächst über die geänderte Hausordnung informiert werden. Dazu setzt die Bahn auf persönliche Hinweise, Aushänge und Durchsagen.

Bei Verstößen kann später ein Platzverweis ausgesprochen werden. Im Wiederholungsfall ist auch ein Hausverbot möglich. Die Bahn spricht ausdrücklich von einer Umsetzung „mit Augenmaß“.

Modellprojekt wird ausgewertet

Das Alkoholverbot ist als Modellprojekt angelegt. Die DB will regelmäßig prüfen, wie die neue Regel angenommen wird und welche Effekte sie hat. Als positives Beispiel nennt das Unternehmen den Hamburger Hauptbahnhof, an dem ein solches Vorgehen bereits erprobt wurde.

Eingeordnet ist die Maßnahme in ein Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. An 35 besonders stark frequentierten Bahnhöfen setzt die Bahn nach eigenen Angaben mehr Sicherheitskräfte ein, an 30 großen Bahnhöfen werden zudem die Reinigungsintervalle erhöht.

Klare Ansage für einen der wichtigsten Bahnhöfe

Für Frankfurt ist das Verbot ein spürbarer Eingriff in den Alltag am Hauptbahnhof. Wer dort Alkohol trinken will, darf das künftig nur noch in ausgewiesenen gastronomischen Bereichen. Offenes Trinken auf Bahnsteigen, in der Halle oder auf den Zuwegen soll dagegen nicht mehr hingenommen werden.

Die eigentliche Nachricht ist damit nicht nur das Verbot selbst, sondern der Kurswechsel im Umgang mit Aufenthaltsqualität im Bahnhof: Die Bahn will sichtbar eingreifen, bevor sich Reisende und Besucher durch Alkoholkonsum, Gruppenbildung oder Verschmutzung unsicher fühlen. (red)

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