"DEHOGA Hessen bewegt sich keinen Millimeter"

Hotel- und Gastronomiegewerbe: Gewerkschaft droht massive Warnstreiks an

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) droht mit Warnstreiks in Hotels, Restaurants und Cateringbetrieben. - Symboldbild: Pixabay


Dienstag, 05.05.2026

HESSEN - Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) droht mit Warnstreiks in Hotels, Restaurants und Cateringbetrieben.

Hintergrund sind laut NGG die stockenden Tarifverhandlungen über eine seit Januar fällige Erhöhung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen in der Branche. Die Gewerkschaft fordert eine Erhöhung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 7,5 Prozent sowie einen jährlichen Gesundheitszuschuss in Höhe von 300 Euro. 

"Arbeitskampf beginnt zeitnah"


"Die Arbeitgeber begegneten dieser Forderung mit einem Angebot über eine Gehaltserhöhung in Höhe von insgesamt einem Prozent, verteilt auf 30 Monate. Besonders brisant ist hierbei, dass die Arbeitgeber ankündigten, die Gehälter ungelernter Arbeitskräfte gar nicht erhöhen zu wollen", teilt die NGG mit.

NGG-Verhandlungsführer Hendrik Hallier betont: "Erste Streiks könnten zeitnah, insbesondere in Frankfurt, Wiesbaden, aber auch in anderen hessischen Städten und Gemeinden erfolgen."

"DEHOGA Hessen bewegt sich keinen Millimeter"


"Seit unserer ersten Tarifverhandlung im Januar bewegte sich der Hotel- und Gastronomieverband DEHOGA Hessen keinen Millimeter. Während die Preise nicht nur an der Zapfsäule, sondern in nahezu allen Bereichen steigen und die Inflationsrate an der Drei-Prozent-Marke kratzt, glauben die Gastronomen, nach der Absenkung der Mehrwertsteuer auf Speisen von 19 auf sieben Prozent, bei den Beschäftigten den Rotstift ansetzen zu können. Die steuerliche Entlastung durch öffentliche Mittel verschafft den Betrieben einen erheblichen finanziellen Spielraum. Umso unverständlicher ist es, dass davon bei den Beschäftigten bis heute nichts ankommt. Statt fairer Beteiligung an der Mehrwertsteuersenkung sollen sie nun zweieinhalb Jahre nahezu ohne spürbare Tariferhöhung hingehalten werden“, empört sich Hakan Ulucay, Landeschef der Gewerkschaft NGG.

"Beschäftigte haben genug"


"Die Beschäftigten der Branche haben genug. In vielen Betrieben arbeiten heute rund ein Drittel weniger Menschen, wenngleich die Arbeit nicht abgenommen hat. Die Beschäftigten der Branche arbeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit, an Feiertagen, Sonntagen und unter stetig steigenden Arbeitsbelastungen. Sie arbeiten mit großem Engagement und echter Leidenschaft für ihren Beruf. Doch wer unter solchen Bedingungen arbeitet, hat nicht nur Anerkennung verdient, sondern auch eine spürbare und längst überfällige Gehaltsentwicklung. Wenn die Arbeitgeber ernsthaft glauben, notwendige Anhebungen weiter verweigern zu können, dann werden wir darauf mit entschlossenen Streiks antworten", kündigt Hendrik Hallier an.

Eines sei klar: "Wir werden unsere Arbeitskämpfe strategisch führen. Vorabankündigungen wie bei der Bahn wird es nicht geben. Gleichzeitig werden dies die größten Streiks, die diese Branche in der Bundesrepublik jemals erlebt hat." (red)

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