FULDA

Bio-Produkte sorgen für volle Kassen bei Tegut - Jahresumsatz bei 1,069 Milliarden Euro

Der Lebensmitteleinzelhändler Tegut macht weiter gute Geschäfte - vor allem mit Bio-Produkten - Foto: Tegut


Donnerstag, 16.01.2020

Bio-Produkte und Lebenmittel aus regionalem Anbau bescheren dem osthessischen Lebensmitteleinzelhändler Tegut weiter wachsende Geschäfte. Im Ergebnis konnte der Netto-Jahresumsatz um 3,3 Prozent auf nunmehr 1,069 Milliarden Euro gesteigert werden. Der Anteil von Bio-Produkten liegt bei 28 Prozent (2018: 26 Prozent). Das Unternehmen aus Fulda veröffentlichte am Mittwoch seine Jahreszahlen. Tegut beschäftigt rund 6.800 Mitarbeiter.

"Wir sind mit unserer Strategie, den Verbrauchern gute Lebensmittel mit Fokus auf Frische, Bio und Regionalität anzubieten, nach wie vor auf dem richtigen Weg", wird Tegut-Thomas Gutberlet in der Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. Das Unternehmen aus Fulda wagt in diesem Jahr zudem den Schritt nach München. Eine der spannendsten Aufgaben stellt dabei die Neueröffnung des Supermarktes in der Münchener Innenstadt dar: Voraussichtlich im Spätsommer betritt der hessische Lebensmitteleinzelhändler hier Neuland und eröffnet den ersten Markt in der bayerischen Landeshauptstadt. In Stuttgart hat Tegut schon lange Fuß gefasst - mit dem geplanten Markt in Zuffenhausen gibt es dann ein halbes Dutzend Märkte.

Auch in Sachen Nachhaltigkeit will Tegut den erfolgreichen Weg fortführen. "Die erneute Umsatzsteigerung zeigt, dass uns die Kunden bei der konsequenten Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie voll unterstützen und uns ihr Vertrauen schenken. Das freut uns sehr", sagt Gutberlet. Nachdem Tegut bereits 2018 als erster Händler in Deutschland den verpackungsfreien Einkauf an seinen Bedientheken eingeführt hat, hat das Unternehmen im vergangenen Jahr in seinen Märkten weitere wegweisende Schritte in Richtung Nachhaltigkeit gemacht, die von den Kunden sehr gut angenommen wurden - so das Unternehmen.

In der Bildmitte Tegut-Chef Thomas Gutberlet

In der Bildmitte Tegut-Chef Thomas Gutberlet - Archivbild: KN

Neuheit: Unverpackt-Regale

Dazu zählen zum Beispiel die Unverpackt-Regale - in Fulda im Markt im Emalierwerk zu finden - ein System für unverpackte Bio-Waren eingeführt: Insgesamt 144 Lebensmittel von Reis, über Cerealien, bis hin zu Hülsenfrüchten werden lose angeboten. Kunden können hierfür ihre eigenen Gefäße von zu Hause mitbringen oder kompostierbare Papiertüten vor Ort nutzen, um sich selbst die gewünschten Mengen abzufüllen, und anschließend ganz bequem an der Kasse nach Gewicht bezahlen.

Tegut-Chef Gutberlet kündigt in der Pressemitteilung an, mit diesem Konzept für einen ressourcenschonenden und nachhaltigen Einsatz von Verpackungen, sowie dem Verzicht auf überflüssige Verpackungen, auch im kommenden Jahr nachhaltige Akzente und neue Impulse im Handel setzen zu wollen.Zufrieden ist Tegut auch mit der Entwicklung der herzberger Bio-backwaren. Diese habe im vergangenen Jahr ein Umsatzplus von 13 Prozent erwirtschaftet. Neue Produktlinien, wie das Toastbrot, kämen bei den Kunden sehr gut an, bestätigt Gutberlet. Für 2020 hat der hessische Lebensmitteleinzelhändler bei der herzberger Bio-Bäckerei neue Investitionen in Millionenhöhe geplant.

Expansion geht weiter: München als neunte Tegut-Region

Auch der Aus- und Umbau des Filialnetzes schreitet weiter voran: Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden sieben Märkte neu eröffnet: in Dillenburg, Fürth, Heidelberg (2x), Stuttgart, Schwäbisch-Gmünd und Frankfurt/Main. Weitere sieben Filialen wurden einer kompletten Revitalisierung unterzogen und konnten nach umfangreichen Renovierungsarbeiten im neuen Glanz wiedereröffnet werden.

Die Anzahl der Tegut-Märkte lag zum Ende des Jahres 2019 bei 275. Für 2020 kündigt Gutberlet eine Fortsetzung des eingeschlagenen Expansionskurses an: "Auch in diesem Jahr wollen wir weiter wachsen und neue Filialen eröffnen. Dabei richten wir unser Augenmerk wie bisher auf die südlichen Bundesländer." Geplant seien bislang insgesamt zehn Neueröffnungen. Darüber hinaus kommen unter anderem in Aschaffenburg, Erbach, Mainz, Schwäbisch-Gmünd, Erlangen und Offenbach neue Supermärkte hinzu. Weitere Nahversorger entstehen derzeit in Erlangen und Schwarzach. Auch in Stuttgart-Zuffenhausen öffnet im Laufe des Jahres ein weiterer Nahversorger, womit es in der baden-württembergischen Landeshauptstadt dann ein halbes Dutzend Märkte geben wird.

Thomas Gutberlet und sein Vater Wolfgang Gutberlet bei einer Buchpräsentation

Thomas Gutberlet und sein Vater Wolfgang Gutberlet bei einer Buchpräsentation

Zahlreiche Auszeichnungen

Dass Tegut insgesamt auf einem guten Weg sei, zeigen auch die zahlreichen Auszeichnungen, die das Unternehmen im vergangenen Jahr erhalten hat: Dazu gehört unter anderem ein hervorragendes Ergebnis beim Kundenmonitor 2019 der ServiceBarometer AG München, das dem Unternehmen Bestnoten in Sachen Bio und Nachhaltigkeit bei den Kunden beschert. Ein Ritterschlag für das Unternehmen war die Auszeichnung "Fünf Sterne vom Stern", die das Magazin im Oktober an die Hessen verliehen hat. Hierfür hat der Stern bundesweit Unternehmen befragt, wie sie sich auf die Zukunft vorbereiten: Was tun sie für ihre Mitarbeiter? Wie sieht es im Bereich Demografie-Management aus? Mit fünf Sternen hat Tegut hier die bestmögliche Bewertung bekommen.

Angespornt von so viel Rückenwind werde Geschäftsführer Gutberlet nicht müde, wenn es darum gehe, Haltung zu zeigen. So habe er im September die Stellungnahme der #EntrepreneursForFuture der „Fridays for future“-Initiative unterzeichnet und sich damit hinter die Forderungen des Pariser Klimaschutzabkommens gestellt. (pm/hhb) +++

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