Warum nur?

Süße Hündin macht absolut nichts falsch und landet trotzdem im Tierheim

Tessa aus dem Tierheim Kassel. - Foto: Collage/Tierheim Wau-Mau-Insel Kassel


Samstag, 09.05.2026
von Redaktion Kinzig News

KASSEL - Tessa hatte bereits ein Zuhause. Nach drei Jahren ist die Mischlingshündin nun aber wieder im Tierheim Wau-Mau-Insel gelandet – nicht, weil sie etwas falsch gemacht hätte, sondern wegen Trennung und Krankheit ihrer bisherigen Menschen. Jetzt sucht sie ein ruhiges, naturnahes Umfeld mit Menschen, die sie sicher führen.

Tessa ist eine kastrierte Mischlingshündin, geboren im Februar 2020. Sie ist etwa 55 Zentimeter groß, wiegt rund 19 Kilogramm und lebt seit dem 30. April 2026 wieder im Tierheim Wau-Mau-Insel in Kassel. Vor drei Jahren war sie bereits vermittelt worden.

Nach Angaben des Tierheims musste sie zurück, weil sich die Lebensumstände ihrer bisherigen Halter verändert haben. Trennung und Krankheit hätten dazu geführt, dass eine passende Versorgung künftig nicht mehr gewährleistet gewesen sei. Tessa selbst habe daran keine Schuld.

Menschenbezogen, aber nicht für Innenstadttrubel gemacht

Tessa wird als freundliche, zutrauliche und sehr menschenbezogene Hündin beschrieben. Sie zeigt sich neugierig und offen, kann aber auch schreckhaft reagieren – etwa bei lauten Geräuschen, an Silvester, im starken Straßenverkehr oder wenn große Lkw und Busse an ihr vorbeifahren.

Ein Leben mitten in der Innenstadt passt deshalb eher nicht zu ihr. Tessa sucht Menschen, die ruhiger wohnen und gerne draußen unterwegs sind. Natur, Wiesen, Felder und längere Spaziergänge liegen ihr deutlich mehr als Lärm, Gedränge und volle Straßen.

Zu Hause darf sie noch Sicherheit lernen

In ihrem bisherigen Zuhause meldete Tessa Besuch und bellte, wenn es klingelte. Fremde Menschen müssen ihr behutsam vorgestellt werden. Wichtig ist deshalb, dass ihre neuen Halter ihr zeigen, dass sie nicht selbst die Verantwortung übernehmen muss.

Sie braucht Menschen mit Ruhe, Klarheit und Verständnis für ihre Individualdistanz. Große Menschenansammlungen, volle Busse oder hektische Situationen sind nicht ihr bevorzugtes Umfeld.

Jagdtrieb und liebenswerter Dickkopf

Tessa hört nach Angaben des Tierheims meistens gut, aber nicht immer. Sie bringt einen eigenen, durchaus liebenswerten Dickkopf mit. Bei E-Rollern, schnell fahrenden Fahrrädern oder rennenden Kindern sollten ihre Menschen aufmerksam sein, weil sie zum Hinterherjagen neigen kann. Auch Wild, etwa Feldhasen, weckt ihren Jagdtrieb.

Daran sollte im neuen Zuhause weitergearbeitet werden. Gesucht werden also keine Menschen, die Perfektion erwarten, sondern solche, die mit ihr konsequent und freundlich weitertrainieren.

Sozial mit anderen Hunden

Mit Artgenossen beiderlei Geschlechts ist Tessa verträglich. Das Tierheim beschreibt ihr Sozialverhalten als sehr gut. Wird ihr ein anderer Hund zu aufdringlich, setzt sie Grenzen und zeigt klar, wenn es ihr zu viel wird.

Damit bringt Tessa viele gute Voraussetzungen mit. Sie braucht aber ein Zuhause, das zu ihr passt: ruhig, naturnah, hundeerfahren und mit Menschen, die ihr Sicherheit geben. Dann kann aus der Rückkehr ins Tierheim doch noch der Neustart werden, den sie verdient. (red)

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