Märchenhochburg Main-Kinzig-Kreis: AQA zeichnet junge Schreibtalente aus
Samstag, 09.05.2026
von Redaktion Kinzig News
MAIN-KINZIG-KREIS - Fast 100 junge Autorinnen und Autoren haben beim zweiten Schreibwettbewerb „Märchen im MKK“ mitgemacht. Die kreiseigene Gesellschaft Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung, kurz AQA, hat nun in Gründau-Rothenbergen die besten Beiträge ausgezeichnet.
Prämiert wurden Texte in den Kategorien U12, U16 und Azubi. Mehr als 50 Gäste nahmen an der Abschlussveranstaltung in den Räumen der AQA teil, darunter Vertreter aus Politik, Kultur, Schulen, Wirtschaft und Sponsoren.
Drei Siegerinnen erhalten Geldpreise
Die ersten Plätze gingen an Romy Keste in der Kategorie U12, Mia Leonie Guth in der Kategorie U16 und Julischka Lehmann in der Kategorie Azubi. Sie erhielten jeweils 300 Euro Preisgeld sowie zwei Eintrittskarten für die Brüder-Grimm-Festspiele in Hanau.
Überreicht wurden die Preise von der Märchenfigur „Gestiefelter Kater“, dargestellt von Renate Kania. Die sogenannten Zauberboxen für die Preisträgerinnen waren von Auszubildenden der AQA-Schreinerei gefertigt worden.
Weitere Platzierte ausgezeichnet
Auch die weiteren Platzierungen wurden gewürdigt. Ausgezeichnet wurden Laura Carina Esch, Milad Forutan, Mara Hofmann, Johann Henrich, Joshua Jost, Lotta Frommann und Anna Müller.
Die Zweit- und Drittplatzierten erhielten Preisgelder in Höhe von 200 beziehungsweise 100 Euro. Gesponsert wurden die Preise von der AQA, der Kreissparkasse Gelnhausen, lockergrillen.de und Grübel-Werbung.
Grimm-Bezug spielt im Kreis eine besondere Rolle
Der Erste Kreisbeigeordnete und AQA-Aufsichtsratsvorsitzende Andreas Hofmann verwies bei der Preisverleihung auf die besondere Verbindung der Region zu den Brüdern Grimm. Mit dem Brüder-Grimm-Haus in Steinau gebe es im Main-Kinzig-Kreis einen Ort, an dem Jakob und Wilhelm Grimm ihre Kinder- und Jugendjahre verbracht haben.
„Märchen sind in unserer Region also fest verwurzelt und ich freue mich sehr darüber, dass das Interesse daran immer noch so groß ist“, sagte Hofmann. Märchen und Erzählungen könnten helfen, Botschaften und Werte zu vermitteln.
Siegertexte vor Publikum erzählt
Ein besonderer Programmpunkt war der Märchenteil der Veranstaltung. Die Steinauer Märchenerzählerin Margot Dernesch trug die Siegertexte vor Publikum vor.
Sie hatte die Geschichte „Der Baum der Freundschaft“ von Romy Keste, zwölf Jahre alt aus Schlüchtern und Schülerin am Ulrich-von-Hutten-Gymnasium, sowie „Das große Wiedersehen“ von Mia Leonie Guth, 16 Jahre alt aus Hammersbach und Schülerin der Heinrich-Böll-Schule, eigens zu Erzählmärchen umgearbeitet und frei vorgetragen.
Kunstmärchen zum Abschluss
Den Abschluss bildete das Kunstmärchen „Der Stieglitz und der Walnussbaum“ von Julischka Lehmann. Die 26-Jährige aus Wächtersbach ist Auszubildende der AQA.
Ihr Text wurde in leicht bearbeiteter Fassung vorgelesen. AQA-Geschäftsführerin Helmtrud Abs dankte allen Beteiligten, die den Wettbewerb und die Abschlussveranstaltung ermöglicht hatten. (red)