Maintal: Darum setzt die Stadtpolizei ab sofort Bodycams ein
Montag, 11.05.2026
MAINTAL - Die Maintaler Stadtpolizei nutzt ab sofort Bodycams. Mit der Einführung der am Körper getragenen Kameras reagiert die Stadt auf die zunehmenden Herausforderungen im Einsatz und stärkt zugleich den Schutz von Einsatzkräften und Bürgern.
Bei konfliktträchtigen oder unübersichtlichen Lagen
Bodycams sind kleine, tragbare Kameras, die sichtbar an der Uniform befestigt werden. Sie ermöglichen es, Einsätze in bestimmten Situationen mit Bild und Ton aufzuzeichnen. Zum Einsatz kommen die Kameras insbesondere bei konfliktträchtigen oder unübersichtlichen Lagen, etwa bei Kontrollen, Platzverweisen oder anderen Maßnahmen, bei denen es zu verbalen oder körperlichen Auseinandersetzungen kommen kann. Die Aufzeichnung erfolgt nicht dauerhaft, sondern wird situationsabhängig durch die Einsatzkräfte aktiviert.
Ziel der Nutzung von Bodycams ist es, deeskalierend zu wirken und das Verhalten aller Beteiligten positiv zu beeinflussen. "Studien und Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass der Einsatz von Bodycams dazu beitragen kann, Konflikte frühzeitig zu entschärfen und Übergriffe zu reduzieren. Gleichzeitig ermöglichen die Aufnahmen, Einsätze im Nachgang besser nachzuvollziehen", heißt es aus dem Maintaler Rathaus.
"Persönlichkeitsrechte der Bürger werden gewahrt"
Der Einsatz der Bodycams erfolge unter strikter Beachtung der geltenden Datenschutzbestimmungen: "Aufzeichnungen werden nur im erforderlichen Umfang erstellt, sicher gespeichert und ausschließlich für festgelegte Zwecke verwendet. Die Speicherdauer richtet sich nach den gesetzlichen Vorgaben, sofern keine rechtliche Notwendigkeit zur längeren Speicherung besteht. Die Persönlichkeitsrechte der Bürger werden so gewahrt."
"Mit der Einführung der Bodycams erweitert die Stadt ihre Maßnahmen für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum, sorgt für Transparenz in den täglichen Einsätzen der Stadtpolizei und stärkt deren Eigenschutz", unterstreicht der Erste Stadtrat Karl-Heinz Kaiser als zuständiger Ordnungsdezernent. (red)