Spezialisten mit Spürsinn

Polizei nimmt Tuner, Raser und Poser ins Visier: Mit "Affenzahn" durch 30er-Zone gebrettert

Mit geschultem Blick und dem richtigen Riecher haben die Spezialisten des Sachgebiets Tuner, Raser und Poser (TRuP) am Freitag erneut zahlreiche Verstöße im Offenbacher Stadtgebiet aufgedeckt. - Symbolbild: KN/Jonas Wenzel (Yowe)


Montag, 11.05.2026

OFFENBACH - Mit geschultem Blick und dem richtigen Riecher haben die Spezialisten des Sachgebiets "Tuner, Raser und Poser" (TRuP) am Freitag erneut zahlreiche Verstöße im Offenbacher Stadtgebiet aufgedeckt. Von Drogen- und Verkehrsdelikten über manipulierte Fahrzeugtechnik bis hin zu einer ausgeschriebenen Person reichte die Bilanz der Kontrollen.

Zunächst kontrollierten die Beamten gegen 14 Uhr im Bereich des Bieberer Bergs in der Philipp-Ulrich-Straße einen BMW. Dabei stellte sich heraus, dass der 33 Jahre alte Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis mehr besaß, da ihm diese bereits entzogen worden war. Zudem stand der Mann offenbar unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Im Fahrzeug fanden die Beamten knapp 35 Gramm Haschisch sowie die verbotene Substanz Testosteron.

Drogen im Spiel


Der Fahrer wurde zur Dienststelle gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Gegen ihn laufen nun Ermittlungen wegen Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter Drogeneinfluss, Besitzes von Betäubungsmitteln sowie wegen eines Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz in Verbindung mit dem Anti-Doping-Gesetz.

Knapp vier Stunden später geriet in der Mühlheimer Straße ein BMW 335i in den Fokus der Kontrolleure, nachdem das Fahrzeug durch ein auffällig lautes Abgasgeräusch aufgefallen war. Bei der Überprüfung stellten die Beamten fest, dass die Abgasanlage manipuliert worden war: Ein Steuerungsschlauch der Abgasklappe war entfernt worden, wodurch die lärmmindernde Funktion außer Kraft gesetzt wurde. Darüber hinaus war die Ansaugverrohrung verändert worden, ohne dass entsprechende Nachweise oder Genehmigungen vorgelegt werden konnten.

BMW 335i sichergestellt


Zudem ergaben sich Hinweise darauf, dass die HU-Plakette manipuliert worden sein könnte, um den Hauptuntersuchungstermin künstlich zu verlängern. Gegen den 26-jährigen Fahrer und Halter wurden ein Bußgeldverfahren wegen des Erlöschens der Betriebserlaubnis sowie ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Urkundenfälschung eingeleitet. Das Fahrzeug wurde sichergestellt und soll nun durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen begutachtet werden.

Mit 64 Sachen durch 30er-Zone gerast


In der Offenbacher Innenstadt beobachteten die Einsatzkräfte kurz nach 21 Uhr zudem einen VW Golf, dessen Fahrer eine durchgezogene Linie überfuhr, um verbotswidrig abzubiegen. Anschließend beschleunigte der Wagen innerhalb einer 30er-Zone auf 64 Stundenkilometer. Die Verstöße wurden mithilfe eines Videonachfahrsystems dokumentiert. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich heraus, dass der 20-jährige Fahrer noch im Besitz einer Fahrerlaubnis auf Probe ist. Ihn erwarten nun ein Bußgeld von mindestens 180 Euro, ein Punkt in Flensburg sowie die Teilnahme an einem Aufbauseminar.

Gegen 22.30 Uhr bemerkte die Streife im Innenstadtbereich zudem einen Mann, der eine andere Person bedrängte. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er von der Staatsanwaltschaft zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. Nach Feststellung seiner Personalien und seines Wohnorts erhielt der Mann einen Platzverweis.
(red)

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