Krabbelige Angelegenheit

Warum Ihr bei diesen Raupen ganz genau hinschauen solltet!

Raupen-Check. - Foto: Stadt Nidderau


Samstag, 16.05.2026
von Redaktion Kinzig News

NIDDERAU - In Nidderau treten mit dem Frühjahr wieder Raupen und spinnwebenartige Gespinste an Büschen und Bäumen auf. Die Stadt weist darauf hin, dass nicht jede Raupe gefährlich ist: Die Gespinstmotte gilt als harmlos, der Eichenprozessionsspinner kann dagegen gesundheitliche Beschwerden auslösen.

Entscheidend ist vor allem der Blick auf die Raupe selbst. Die Larven des Eichenprozessionsspinners werden bis zu vier Zentimeter lang und tragen lange weiße Brennhaare. Die Raupen der Gespinstmotte sind dagegen unbehaart.

Brennhaare können Beschwerden auslösen

Nach Angaben des Nidderauer Umweltamts können die Brennhaare des Eichenprozessionsspinners bei Kontakt starken Juckreiz, allergische Reaktionen und Atemwegsbeschwerden verursachen. Bürger sollten befallene Bäume deshalb meiden und Raupen nicht berühren.

Vorsicht ist auch dann geboten, wenn keine Raupen mehr sichtbar sind. Abgefallene Brennhaare können sich weiterhin unter betroffenen Bäumen befinden. Wer Beschwerden bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.

Stadt bittet um Fotos und Standortangaben

Wer einen befallenen Baum entdeckt, soll ein Foto und den genauen Standort an das Umweltamt der Stadt Nidderau schicken. Möglich ist das per Mail an [email protected] oder über den Mängelmelder auf der städtischen Homepage.

Der Hinweis ist auch deshalb wichtig, weil der Eichenprozessionsspinner nicht nur Menschen und Tiere gefährden kann. Die Raupen können auch Bäume schädigen. Besonders betroffen sind Eichen.

So erkennt man den Eichenprozessionsspinner

Typisch für die Art ist ihr Bewegungsmuster. Die Raupen kriechen häufig in einer oder mehreren Reihen hintereinander her. Das erinnert an eine Prozession – daher der Name.

Außerdem halten sie sich bevorzugt am Stamm und an dickeren Ästen auf. Seltener sitzen sie unter den Blättern. Mitunter sind die Raupen auch auf dem Boden unter Eichen zu finden.

Gespinstmotte ist meist harmlos

Die Gespinstmotte fällt ebenfalls durch auffällige Gespinste in Büschen und Bäumen auf. Für Menschen stellt sie nach Angaben der Stadt aber keine Gefahr dar.

Für Bürger in Nidderau gilt deshalb: Nicht jedes Gespinst ist ein Warnsignal. Entscheidend sind die Haare der Raupen, der Standort am Baum und das typische Prozessionsverhalten. (red)

Neues Beliebtes
    Kontakt
    Kinzig.News Redaktion:
    Telefon:06051 833 712
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.News Vertrieb:
    Telefon:06051 833 711
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.Termine