Petition gegen Schulleitung

Psychischer Druck auf Schüler? Eltern gehen an Lauterbacher Schule auf die Barrikaden

Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach. - Foto: Wikipedia/Exact42


Samstag, 16.05.2026
von Redaktion Kinzig News

LAUTERBACH - An der Alexander-von-Humboldt-Schule in Lauterbach hat eine Online-Petition gegen die Schulleitung eine öffentliche Debatte ausgelöst. Die Initiative fordert eine personelle Neuausrichtung an dem Gymnasium und erhebt schwere Vorwürfe gegen Schulleiterin Gitta Holloch.

Wie die Fuldaer Zeitung berichtet, hatten bis Montagabend mehr als 400 Menschen die Petition unterstützt. Die Unterzeichner bleiben demnach überwiegend anonym, viele schildern persönliche Betroffenheit.

Initiative spricht von zerstörtem Vertrauen

In der Petition heißt es, Eltern, Schüler, Lehrkräfte, Ehemalige und Bürger sähen das Vertrauensverhältnis zur aktuellen Schulleitung als zerstört an. Die zuständigen Aufsichtsbehörden sollen aus Sicht der Initiatoren eine personelle Neuaufstellung prüfen und einleiten.

Zentraler Vorwurf ist ein aus Sicht der Initiative problematischer Umgang mit Schülern, die nicht in ein bestimmtes Leistungsschema passten. Zudem ist von psychischem Druck, Verunsicherung, fehlender Transparenz und mangelndem Dialog die Rede. Die Vorwürfe sind bislang nicht unabhängig bestätigt.

Schulamt kennt keine offenen Beschwerden

Schulleiterin Holloch wollte sich auf Anfrage der Zeitung nicht zu den Vorwürfen äußern. Das Staatliche Schulamt für den Landkreis Gießen und den Vogelsbergkreis teilte mit, dass ihm offene Beschwerden zur Alexander-von-Humboldt-Schule nicht bekannt seien.

Der stellvertretende Schulamtsleiter Volker Karger erklärte außerdem, eine Online-Petition sei nicht Teil eines formellen Beschwerdeverfahrens im öffentlichen Dienst. Dienst- oder Fachaufsichtsbeschwerden müssten auf offiziellem Weg an das Schulamt herangetragen werden.

Petition soll auch Lehrkräfte ansprechen

Die Verfasser betonen laut Bericht, die Petition solle auch eine Stimme für Lehrkräfte sein, die sich nicht trauten, öffentlich zu sprechen. Nach ihrer Darstellung hätten sich auch Lehrer der Petition angeschlossen.

Wie das Schulamt nun weiter mit der öffentlichen Kritik umgeht, bleibt offen. Karger verwies darauf, dass das Staatliche Schulamt bei Differenzen vor Ort auch vermittelnd tätig werde. (red)

Neues Beliebtes
    Kontakt
    Kinzig.News Redaktion:
    Telefon:06051 833 712
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.News Vertrieb:
    Telefon:06051 833 711
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.Termine