Rettet ein Ex-Tegut-Chef 36 Tegut-Märkte vor der Schließung?
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Sonntag, 17.05.2026
von Redaktion Kinzig News
FULDA - Bleiben einige Tegut-Märkte doch in "alter Hand"?
Der ehemalige Tegut-Chef Thomas Gutberlet möchte mit seiner Supermarkt-Kette "Tante Enso" 36 Filialen des Lebensmittelhändlers übernehmen - und mit ihnen auch alle dort angestellten Mitarbeiter.
Um welche 36 Standorte es sich dabei handelt, ist noch nicht endgültig geklärt, sie sollen aber in Hessen, Thüringen und Bayern liegen. Klar ist hingegen, dass alle Mitarbeiter ihre Jobs behalten sollen. Das bestätigte Gutberlet gegenüber dem hr: "Alle Arbeitsverträge werden, so wie sie jetzt sind, übernommen."
Dabei sollen die Läden nur noch zeitweise mit Personal besetzt sein. Denn das Konzept von "Tante Enso" ist hybrid. Die Märkte sind rund um die Uhr geöffnet und setzen vor allem auf ein modernes Selbstbedienungskonzept. Mitarbeitende sind nur für wenige Stunden am Tag vor Ort.
"Tante Enso" betreibt aktuell deutschlandweit rund 90 Filialen, hauptsächlich im ländlichen Raum. Sie sollen Einkaufsmöglichkeiten schaffen, wo es sonst in näherer Umgebung keine gibt. Mit einer sogenannten Tante-Enso-Karte können Kunden aus der Region rund um die Uhr im Laden einkaufen. Die Läden sind in der Regel auch deutlich kleiner als die der großen Supermarkt-Ketten. "Tante Enso" beschreibt das Konzept selbst als: „Tante Emma-Gefühl trifft auf modernen Handel“.
Noch ist die Übernahme der Filialen aber nicht in trockenen Tüchern. Das Bundeskartellamt muss den Deal noch final absegnen. Gutberlet sieht diesbezüglich aber keine Probleme. Er rechnet damit, die Übernahme spätestens zum Ende des Sommer einleiten zu können.
Supermärkte im ländlichen Raum