Bewegende Worte

Nach Krebs-Schock: Eintracht-Publikumsliebling gibt emotionales Gesundheitsupdate

Marco Russ gibt bewegendes Gesundheitsupdate. (Symbolfoto) - Foto: Joshua Ziß/Unsplash


Montag, 25.05.2026
von Redaktion Kinzig News

FRANKFURT AM MAIN - Marco Russ hat zehn Jahre nach seiner Krebsdiagnose ein bewegendes Gesundheitsupdate gegeben. Der frühere Profi von Eintracht Frankfurt und heutige Analyst des Vereins berichtete im Klub-Podcast „Eintracht vom Main“, dass bei seiner aktuellen Krebsnachsorge alles in Ordnung gewesen sei. „Alles ist fein, mir geht’s gut“, sagte Russ.

Die Diagnose Hodenkrebs hatte Russ im Mai 2016 mitten in einer der dramatischsten Phasen seiner Karriere erhalten. Während die Eintracht in der Relegation gegen den 1. FC Nürnberg um den Klassenerhalt kämpfte, begann für den damaligen Verteidiger der persönliche Kampf gegen die Krankheit.

Dopingkontrolle führte zur Diagnose

Entdeckt wurde die Erkrankung nach einem auffälligen Befund bei einer Dopingkontrolle. Rückblickend sieht Russ darin einen entscheidenden Moment. Die Kontrollen seien ein wichtiger Umstand gewesen, damit der Krebs bei ihm diagnostiziert werden konnte, sagte der heute 40-Jährige.

Die Zeit damals war für Russ doppelt belastend. Einerseits stand zunächst ein Dopingverdacht im Raum, andererseits folgte die Krebsdiagnose. Im Podcast erinnerte er sich auch daran, wie während des Europa-League-Finals 2016 bei ihm zu Hause eine Durchsuchung stattfand. Den Beamten sei die Situation teils selbst unangenehm gewesen, weil sie bereits vom medizinischen Befund wussten.

Zweite Chemo war besonders hart

Nach der Operation musste Russ eine Chemotherapie durchstehen. Besonders die zweite Behandlung habe ihn schwer getroffen. Er habe sieben Tage lang überwiegend im Bett gelegen, nichts gegessen und nichts getrunken, schilderte er laut BILD.

Die körperlichen Folgen aus dieser Phase hat Russ bis heute nicht vergessen. Gleichzeitig blickt er inzwischen mit großer Erleichterung zurück: Zehn Jahre nach der Diagnose ist seine Nachsorge weiter ohne Befund.

Heute arbeitet Russ als Eintracht-Analyst

Russ ist Eintracht Frankfurt bis heute eng verbunden. Nach seiner aktiven Karriere arbeitet er im Lizenzspielerbereich als Analyst. In der Podcast-Folge spricht er deshalb nicht nur über seine Krankheit, sondern auch über die sportliche Lage der Eintracht nach der verpassten Europapokal-Qualifikation.

Sein Blick geht dennoch nach vorn. Ab Juli, wenn die Vorbereitung beginnt, wolle die Mannschaft wieder angreifen. Das Ziel sei klar: die Rückkehr nach Europa. Auch im DFB-Pokal würde Russ gerne wieder ein Finale erleben – so wie als Spieler 2006, 2017 und beim Titelgewinn 2018.

Ein Satz mit besonderer Wirkung

Für viele Eintracht-Fans dürfte vor allem ein Satz hängen bleiben. Zehn Jahre nach einer Diagnose, die Russ’ Leben und Karriere plötzlich veränderte, sagt er heute: „Mir geht’s gut.“

Es ist ein Gesundheitsupdate, das weit über den Fußball hinausgeht. Russ spricht über Angst, Zufall, Belastung und Dankbarkeit – und darüber, wie wichtig Vorsorge sein kann. (red)

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