Kultauto aus „Knight Rider“ sorgt bei Polizei-Kontrolle für Ärger
Samstag, 30.05.2026
von Redaktion Kinzig News
HÖCHST (ODENWALD) - Mit viel Liebe zum Detail hatte ein Auto-Fan aus dem Kreis Darmstadt-Dieburg seinen Pontiac Firebird Trans Am in das legendäre TV-Auto „K.I.T.T.“ aus der Kultserie „Knight Rider“ verwandelt – doch genau dieser aufwendige Umbau wurde ihm jetzt zum Verhängnis.
Beim Tuning-Treffen „Cars meets City“ in Höchst (Odenwald) zog der schwarze Pontiac Baujahr 1986 nicht nur die Blicke der Besucher auf sich, sondern auch die Aufmerksamkeit der Polizei. Besonders auffällig: das typische rote Lauflicht an der Front, das den Wagen unverkennbar an das berühmte Serienfahrzeug erinnerte.
Liebe zum Detail – aber nicht erlaubt
Auch im Innenraum hatten die Beamten einiges anzusehen. Zahlreiche Knöpfe und Anzeigen, ein steuerhornähnliches Cockpit und sogar eine Lautsprecheranlage mit Originalstimme sorgten für echtes 80er-Jahre-Flair. Als die Polizei zur Kontrolle erschien, erklang aus den Boxen passend: „Das war’s dann wohl für heute...“
Doch einige der eingebauten Extras gingen den Ermittlern zu weit. So verfügte der Wagen unter anderem über eine Nebelanlage und ein Hecksystem, das Harpunenpfeile verschießen kann – Umbauten, die im öffentlichen Straßenverkehr nicht erlaubt sind. Zudem stellten die Beamten weitere Verstöße an der Beleuchtungsanlage fest.
Auch Kultautos müssen Vorschriften einhalten
Die Folge: Weil durch die Veränderungen die Betriebserlaubnis erloschen war, wurde der außergewöhnliche Pontiac sichergestellt. Laut Polizei geschah das „mit einem weinenden Auge“, denn der detailreiche Umbau habe durchaus Eindruck hinterlassen.
Für den 46-jährigen Besitzer dürfte der Ärger trotzdem teuer werden. Gegen ihn läuft nun ein Bußgeldverfahren. Die Polizei betonte: Auch spektakuläre Tuning-Projekte müssten am Ende den Vorschriften zur Verkehrssicherheit entsprechen.