Gefährliche Kurvenstrecke: Polizei kassiert Raser, dann kommt es zum Crash
Montag, 08.06.2026
von Redaktion Kinzig News
STEINAU AN DER STRAßE - Die kurvenreiche Landesstraße 3196 zwischen Steinau und Marjoß gilt als Paradies für Motorradfahrer – doch immer wieder kommt es dort zu schweren Unfällen. Am Samstag nahm die Polizei die beliebte Biker-Strecke deshalb erneut ins Visier. Das Ergebnis: Mehr als zwei Dutzend Geschwindigkeitsverstöße, ein Drogenfahrer und nur kurze Zeit später ein schwer verletzter Motorradfahrer.
Zwischen 9 und 15.30 Uhr kontrollierten Einsatzkräfte der Polizeidirektion Main-Kinzig sowie der Verkehrssicherheit die Verkehrsteilnehmer im Rahmen der europaweiten ROADPOL-Aktion „2-Wheeler“. Im Fokus standen vor allem Motorräder und deren Geschwindigkeit.
Jeder Achte war zu schnell unterwegs
Bei den Messungen stellten die Beamten insgesamt 26 Geschwindigkeitsverstöße fest. Von 207 gemessenen Fahrzeugen war damit rechnerisch mehr als jeder achte Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs.
Besonders eilig hatte es ein Motorradfahrer aus dem Vogelsbergkreis. Er wurde mit 129 km/h gemessen – erlaubt waren lediglich 80 km/h. Den Biker erwarten nun 320 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg sowie ein einmonatiges Fahrverbot.
Auch eine sechsköpfige Motorradgruppe aus Nordrhein-Westfalen geriet ins Visier der Beamten. Drei Fahrer überschritten die zulässige Höchstgeschwindigkeit deutlich und müssen ebenfalls mit Konsequenzen rechnen.
Autofahrer unter Drogeneinfluss gestoppt
Neben den Geschwindigkeitskontrollen fiel den Einsatzkräften auch ein 25-jähriger Autofahrer auf, der unter dem Einfluss von THC am Steuer saß. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, zudem musste er eine Blutprobe abgeben.
Wie wichtig die Kontrollen auf der beliebten Motorradstrecke sind, zeigte sich nur kurze Zeit später. Gegen 17 Uhr – kaum anderthalb Stunden nach dem Ende der Maßnahmen – verlor ein 68 Jahre alter Motorradfahrer aus Nordrhein-Westfalen in einer Kurve die Kontrolle über seine Maschine und stürzte.
Der Mann erlitt mehrere Knochenbrüche an Armen und Beinen. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus nach Fulda.
Die Polizei kündigte an, die Kontrollen auf der L 3196 auch künftig fortzusetzen. Ziel sei es, die Zahl schwerer Motorradunfälle auf der Strecke nachhaltig zu senken.