Kliniken warnen vor Spargesetz: Versorgung in Gefahr
Mittwoch, 10.06.2026
von Redaktion Kinzig News
HANAU - Die Krankenhäuser der Region ziehen gemeinsam gegen die Sparpläne der Bundesregierung zu Felde. Bei einer Pressekonferenz in Hanau warnten das Klinikum Hanau, das St. Vinzenz-Krankenhaus und die Klinikgruppe varisano vor drastischen Folgen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes.
„Man kann uns nicht gleichzeitig umbauen und austrocknen“, sagte Klinikums-Geschäftsführer Stefan Gröger. Die Häuser befürchten weitere finanzielle Belastungen in einer Zeit, in der sie ohnehin mitten in der Krankenhausreform stecken.
Warnung vor Personalabbau
Nach Angaben der Klinikvertreter schreiben bereits mehr als 70 Prozent der hessischen Krankenhäuser rote Zahlen. Die geplanten Kürzungen könnten dazu führen, dass Personal abgebaut und Leistungen eingeschränkt werden. Betroffen wären insbesondere Notaufnahmen, Pflege und die wohnortnahe Versorgung.
Auch Hanaues Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri stellte sich hinter die Kliniken. Die Kommunen könnten die finanziellen Probleme der Krankenhäuser nicht dauerhaft auffangen. Nun sei die Bundespolitik gefordert.
Mit einem gemeinsamen Appell forderten die Verantwortlichen die Bundestagsabgeordneten auf, die geplanten Einschnitte noch einmal zu überdenken. Andernfalls drohe ein unkontrollierter Strukturwandel mit Folgen für Patienten und Beschäftigte.