"Viele schauen auf den MKK"

Bertha-von-Suttner-Schule: Mit "Rekordgeschwindigkeit" zum Oberstufengebäude

So soll das neue Gebäude aussehen, wenn es im Frühjahr kommenden Jahres bezugsfertig ist. - Visualisierung: Firma Goldbeck


Mittwoch, 17.06.2026

NIDDERAU - In Nidderau entsteht ein neues Oberstufengebäude in Rekordzeit ...

Die Baustelle ist schon in vollem Gange, die ersten Fundamente sind gegossen. In wenigen Tagen wird das neue Gebäude an der Bertha-von-Suttner-Schule in die Höhe wachsen. Der Rohbau soll über die Sommerferien hinweg schon weithin Konturen annehmen.

"Viele Schulträger in Deutschland schauen auf den MKK"


„Im Moment schauen viele Schulträger in Deutschland auf den Main-Kinzig-Kreis. Wir wollen von der Vergabe der Arbeiten bis zum Einzug in die Klassenräume in weniger als anderthalb Jahren fertig sein. Aus der dringenden Notwendigkeit, mehr Räume zu schaffen, machen wir im Main-Kinzig-Kreis ein Vorbildprojekt mit Strahlkraft“, erklärte Kreisbeigeordneter Jannik Marquart bei der feierlichen Grundsteinlegung.

Landrat Thorsten Stolz ordnete den Neubau in Nidderau in die breit angelegte Schulbauoffensive des Kreises ein. „Wir bauen die Schullandschaft an verschiedenen Stellen im Westkreis aus, in Bruchköbel, in Maintal, in Erlensee. Wir erhalten Bildungsvielfalt und antworten auf steigende Schülerzahlen. Was wir hier in Nidderau umsetzen, ragt aber in Form und Zweck deutlich heraus“, so der Landrat.

Regionale Bildungslandschaft stärken


An der Bertha-von-Suttner-Schule wird mit dem Neubau auch die organisatorische Neuausrichtung der Schule sichtbar: Ab dem Schuljahr 2029/30 verfügt die Nidderauer Schule über eine Oberstufe. Schülerinnen und Schüler aus der Region haben dann einen weiteren Standort im westlichen Teil des Main-Kinzig-Kreises, um das Abitur zu machen.

Die Einführung einer gymnasialen Oberstufe ist dabei weit mehr als eine organisatorische oder bauliche Aufgabe. Sie setzt ein überzeugendes pädagogisches Konzept voraus und erfordert Engagement, Ideenreichtum und Ausdauer. Umso mehr freut man sich im Staatlichen Schulamt für den Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau, dass dieses Konzept sowohl beim Schulträger als auch beim Hessischen Kultusministerium Anklang gefunden und die notwendige Genehmigung erhalten hat. Damit werde ein weiterer wichtiger Baustein zur Stärkung und Weiterentwicklung der regionalen Bildungslandschaft geschaffen, der den Jugendlichen zusätzliche Bildungswege und Perspektiven eröffnet.

Claus Albrecht (Firma Goldbeck), Bürgermeister Andreas Bär, Kreisbeigeordneter Jannik Marquart, Silke Siekemeyer (Leiterin des hiesigen Staatlichen Schulamts), Schulleiter Harald Klose und Landrat Thorsten Stolz.  - Foto: MKK-Pressestelle

Claus Albrecht (Firma Goldbeck), Bürgermeister Andreas Bär, Kreisbeigeordneter Jannik Marquart, Silke Siekemeyer (Leiterin des hiesigen Staatlichen Schulamts), Schulleiter Harald Klose und Landrat Thorsten Stolz. - Foto: MKK-Pressestelle

"Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen"


Dass die Wahl seinerzeit auf Nidderau fiel, freut auch Bürgermeister Andreas Bär, der an die intensiven Abstimmungsgespräche seit 2021 erinnert. Die Stadt Nidderau und deren Gremien haben seitdem den Planungsprozess nach Kräften unterstützt, „weil es nicht nur Nidderau als Bildungs- und Schulstandort in der Region stärkt, sondern auch unsere Chancen zur Aufstufung zum Mittelzentrum erhöht“, so Bär, der dankbar für die konstruktive und wertschätzende Zusammenarbeit mit dem Main-Kinzig-Kreis bei diesem Projekt ist.

Für dieses „große Engagement“ aller Beteiligten bedankte sich Schulleiter Harald Klose. Er orientierte sich in seiner Ansprache an Antoine de Saint-Exupéry: „Die Zukunft soll man nicht voraussehen wollen, sondern möglich machen.“ Damit leitete er zur Grundsteinlegung über, für die sich der heutige siebte Jahrgang der Bertha-von-Suttner-Schule etwas Besonderes hatte einfallen lassen. Die Schülerinnen und Schüler konservierten in einer Zeitkapsel ihre heutige Vorstellung von der Zukunft.

"Höchstgeschwindigkeit im Schulbau"


Über die zügigen Baufortschritte zeigten sich die alle Anwesenden an der Grundsteinlegung sehr zufrieden. Der Neubau soll bis März kommenden Jahres fertig sein. Diese „Höchstgeschwindigkeit im Schulbau“, von der bei der Grundsteinlegung vielfach die Rede war, resultiert aus einem verkürzten Vergabeverfahren im vergangenen Jahr und in der systematisierten Bauweise.

Letztere bedeutet nicht, dass in der Planungsphase nicht auch die besonderen Bedarfe und Wünsche der Schule und des Schulträgers berücksichtigt worden wären. Dennoch sind viele der Elemente des Neubaus seriell vorproduziert worden; dicht und seriell hintereinander getaktet sind zudem die einzelnen Gewerke. (red)

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