Martin Luther Stiftung sensibilisiert

Hitzewelle rollt auf uns zu: Warum Ihr ein Auge auf ältere Menschen haben solltet

Mitarbeitende der Martin Luther Stiftung gestalteten den Hitzeaktionstag: Bei Geschicklichkeitsspielen wie dem Angeln von Plastikfischen hatten die Bewohnenden gemeinsam Spaß und wurden spielerisch zum Trinken motiviert. - Fotos: Martin Luther Stiftung Hanau


Mittwoch, 17.06.2026

HANAU / MKK - Tropische Nächte, tagsüber Temperaturen weit über 30 Grad: Es wird mächtig heiß im Main-Kinzig-Kreis und in Hanau ... 

Wenn die Temperaturen steigen, wird Hitze für ältere Menschen schnell zur gesundheitlichen Belastung. Darauf macht die Martin Luther Stiftung Hanau aufmerksam. Sie hat den bundesweiten Hitzeaktionstag genutzt, um in mehreren Einrichtungen für Aufklärung und Prävention zu sorgen.

"Viele ältere Menschen spüren weniger Durst"


„Viele ältere Menschen spüren weniger Durst oder unterschätzen die Belastung durch Hitze. Das kann schnell zu Kreislaufproblemen oder Dehydration führen“, erklärt Einrichtungsleiterin Monika Holtschneider aus dem Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth. „Deshalb unterstützen wir unsere Bewohnerinnen und Bewohner mit Informationen, strukturierten Trinkkonzepten und mit vergnügter gemeinsamer Zeit, in der ausreichendes Trinken leichtfällt.“

Wie das konkret aussieht, wurde auch im Altenhilfezentrum Bernhard Eberhard, im Schlüchterner Haus im Bergwinkel oder im Pflege- und Beratungszentrum Haus Waldeck in Bad Salzschlirf erlebbar. Im Mittelpunkt des Aktionstags standen Angebote, die Wissen vermitteln und gleichzeitig Freude machen.

Fürsorge steht im Mittelpunkt: Selbstgemachten Limonaden motivierten Bewohnende am Hitzeaktionstag besonders zum ausreichenden Trinken.

Fürsorge steht im Mittelpunkt: Selbstgemachten Limonaden motivierten Bewohnende am Hitzeaktionstag besonders zum ausreichenden Trinken.

Warum Gedächtnisleistung und Trinken zusammenhängen


„Ich hätte nicht gedacht, dass Gedächtnisleistung und Trinken zusammenhängen“, sagte eine Bewohnerin. Neben Vorträgen zum richtigen Verhalten bei hohen Temperaturen gab es Geschicklichkeitsspiele mit Wasser und Bewegung. So angelten die Bewohnenden Plastikfischen aus einem Planschbecken oder trafen mit Tischtennisbällen in leere Trinkbecher. Sprudelwasser und selbstgemachte Limonaden sorgten für Erfrischung. „Die Limonade erinnert mich an meine Kindheit“, freute sich ein Bewohner.

Den Einrichtungen ging es darum, den Bewohnenden Sicherheit im Umgang mit Hitze zu vermitteln und sie zu motivieren, gut auf sich selbst zu achten. Weitere Aktionen sind für den 19. Juni in den Häusern an der Martin-Luther-Anlage in Hanau geplant.

Warum Hitze für ältere Menschen gefährlich sein kann


Die Martin Luther Stiftung betont: Hitze sei nicht nur ein Thema für Pflegeeinrichtungen. „Gerade alleinlebende ältere Menschen sind an heißen Tagen besonders gefährdet“, so Holtschneider. Mit zunehmendem Alter lasse das Durstgefühl nach und die körpereigene Wärmeregulation funktioniere eingeschränkt. Medikamente könnten den Flüssigkeitshaushalt zusätzlich belasten. 

Holtschneider appelliert deshalb an Angehörige und Nachbarn: „Ein kurzer Besuch, ein Getränk oder einfach ein offenes Ohr – das kann im Alltag einen großen Unterschied machen.“ (red)

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